Doppelte Warnung: Gefahr bei Krediten und durch Hacker.
Alarm für HauskäuferJeder siebte Neukredit übersteigt den Wert der Immobilie

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Bafin-Präsident Mark Branson warnt vor Risiken für Verbraucher am Finanzmarkt.
Achtung, Sparer und Hausbauer! Die deutsche Finanzaufsicht Bafin sendet eine ernste Warnung aus. Es geht um gleich zwei große Risiken, die euer Geld und eure digitale Sicherheit gefährden. In Frankfurt sprach Behördenchef Mark Branson Klartext über wackelige Immobilien-Deals und eine neue Dimension von Hacker-Angriffen.
Besonders die Lage bei Krediten für Wohnimmobilien bereitet der Bafin Sorgen. Branson zufolge ist der Anteil von Darlehen mit wenig Sicherheiten im Neugeschäft der Geldinstitute alarmierend hoch. Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Bei jedem siebten frisch abgeschlossenen Vertrag ist die Kreditsumme sogar höher als der eigentliche Wert des Hauses. „Das sehen wir kritisch“, so Branson. Solche Finanzierungen sind nicht nur ein Risiko für die Geldhäuser, sondern können sich für euch als Käufer schnell zur Schuldenfalle entwickeln.
Der Traum vom Eigenheim in Gefahr?
Diese Warnung trifft auf einen angespannten Markt: Die Zinsen für Darlehen sind kürzlich geklettert, auch wegen Sorgen vor Inflation im Kontext des Iran-Konflikts. Parallel dazu werden Immobilien immer teurer. Im März gab es deshalb einen regelrechten Ansturm auf Baufinanzierungen, weil viele Leute sich noch schnell günstige Bedingungen sichern wollten. Der Bafin-Chef droht mit Konsequenzen: „Die riskanten Neukredite von heute dürfen nicht die Problemkredite von morgen werden.“
Die angespannte Weltlage und der Druck auf die Wirtschaft machen die Situation im Finanzsektor noch brenzliger. Die Bafin formuliert es so: „Sie haben zudem spürbare Auswirkungen auf die breite Bevölkerung in Deutschland: Steigende Preise und verteuerte Kredite machen sich in den Geldbörsen der Menschen bemerkbar.“
Zweite Front: KI-Hacker im Anmarsch
Aber das ist noch nicht alles. Branson sprach eine ebenso deutliche Warnung vor der zunehmenden Gefahr durch Cyber-Angriffe aus. Solche Attacken gefährden nicht nur die Stabilität der Firmen, sondern auch deren Service für euch als Kunden. Die Anzahl der Angriffe wächst – und die Kriminellen setzen dabei immer öfter auf Künstliche Intelligenz (KI).
„Die neuen KI-Anwendungen können viele Schwachstellen in den IT-Systemen finden und sogar ausnutzen. Und das sehr schnell“, erklärte Branson. Für Firmen heißt das: Die Anzahl möglicher Schwachstellen wird zunehmen. „Und diese Schwachstellen müssen sie viel schneller schließen.“ Aus diesem Grund will die Bafin ihre Kontrolle im Bereich der Cyber-Gefahren ausbauen und mehr Personal für die Überprüfung von Finanzdienstleistern einsetzen.
„Claude Mythos“: Die KI, die Hackern die Arbeit abnimmt
Wie real diese Gefahr ist, unterstreicht eine Meldung des Bundesfinanzministeriums vom Montag. Die Behörde warnte vor neuartigen KI-Modellen wie „Claude Mythos“, welche die Bedrohungslage im Netz verschärfen. Diese Software der US-Firma Anthropic ist ein KI-Programm, das völlig selbstständig IT-Systeme auf Sicherheitslücken scannt. Der Clou dabei: Es liefert die geeigneten digitalen Angriffswerkzeuge quasi als Bauanleitung direkt mit. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
