Ein Moment, der den Atem anhalten lässt: Bei den Paralympics in Italien kommt es zum ersten direkten Aufeinandertreffen von Athleten aus Russland und der Ukraine. Ein Wettkampf mit enormer politischer Sprengkraft.
Paralympics-BebenRussen und Ukrainer im ersten direkten Duell seit Kriegsbeginn

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Die russische Fahne weht bei den Paralympics.
Im italienischen Tesero findet bei den Langlauf-Wettkämpfen eine Premiere mit hoher Symbolkraft statt. In der Sprint-Qualifikation der Männer im Sitzen um 9.55 Uhr startet der russische Sportler Ivan Golubkov laut Startliste lediglich eine halbe Minute nach Pavlo Bal aus der Ukraine. Vier weitere ukrainische Teilnehmer sind ebenfalls in dieser Kategorie gemeldet.
Hochspannung auch im Frauen-Rennen
Wenig später, um 10.55 Uhr, wiederholt sich die brisante Konstellation bei den Frauen mit Sehbehinderung. Im klassischen Sprintrennen geht die Russin Anastasiia Bagiian unmittelbar vor Oksana Shyshkova aus der Ukraine auf die Strecke. Ihre Teamkollegin Romana Obasheva folgt kurz danach. Direkt vor der russischen Teilnehmerin starten außerdem drei deutsche Athletinnen mit ihren Guides. Die Halbfinals sind ab 12.15 Uhr angesetzt, die Finals folgen ab 13.20 Uhr.
Erstes Russen-Gold und Hymne seit Sotschi 2014
Für zusätzliche Brisanz sorgte bereits am Dienstag ein denkwürdiger Moment. Skirennfahrerin Warwara Worontschichina sicherte sich die erste Goldmedaille für Russland bei diesen Winter-Paralympics. Bei der anschließenden Siegerehrung wurde dann zum ersten Mal seit den Spielen in Sotschi 2014 nicht nur die russische Fahne gehisst, sondern auch die Hymne gespielt.
Hintergrund der angespannten Lage: Wegen Dopingsanktionen und des Angriffskriegs gegen die Ukraine war es russischen Sportlern, wie die dpa meldet, zuletzt nur gestattet, als neutrale Athleten ohne Flaggen, Symbole und Hymne anzutreten. Die gleiche Regelung galt für Belarus als Unterstützer der Invasion. Im Herbst hatte das Internationale Paralympische Komitee (IPC) diesen Bann jedoch überraschend aufgehoben. (red)
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