Nahost-Krieg trifft Kölner Mieter und Käufer hart
Kölner Mieten explodierenExperte erklärt die Folgen des Iran-Kriegs für den Wohnungsmarkt

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Wohnungen in Hamburg: Die Mieten in Deutschland stehen unter Druck (Archivbild)
Der Krieg im Nahen Osten hat direkte Folgen für den Wohnungsmarkt in Deutschland – und trifft Köln und die Region besonders hart. Eine neue Auswertung zeigt, wie der Konflikt die Immobilienpreise dämpft, während er den Druck auf Mieterinnen und Mieter massiv verschärft.
Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) berichtet, verteuerten sich Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser im ersten Quartal 2024 deutschlandweit kaum. Gemessen am Vorquartal lag der Anstieg bei nur 0,1 Prozent. „Der Krieg im Iran und die damit verbundenen Steigerungen der Energiepreise, insbesondere von Öl, zeigen erste Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt“, so das IW. Die Furcht vor Inflation treibt die Zinsen für Kredite nach oben, was die Nachfrage nach Wohneigentum bremst. Das zeigt sich laut IW vor allem bei Ein- und Zweifamilienhäusern, deren Preise auf Jahressicht nur leicht um 0,7 Prozent zulegten, während Eigentumswohnungen um 2,5 Prozent teurer wurden.
Kölner Immobilienpreise steigen trotzdem kräftig
Doch es gibt massive regionale Unterschiede. Während die Kaufpreise in manchen Städten stagnieren, ziehen sie in Köln kräftig an. Auf Jahressicht gab es hier einen Anstieg von satten 5,1 Prozent. Auch in Frankfurt (+3,9 Prozent) und Essen (+3,6 Prozent) wurde es deutlich teurer. In München hingegen bewegte sich kaum etwas (-0,3 Prozent).
Für die Analyse hat das IW nach eigenen Angaben 8 Millionen Miet- und 3,7 Millionen Kaufangebote ausgewertet.
Druck auf Mieter in Köln und der Region wächst
Die gestiegenen Zinsen und Baukosten belasten nicht nur Käufer, sondern auch den Neubau. Das verschärft den Druck auf dem Mietmarkt zusätzlich. Bundesweit stiegen die Neuvertragsmieten im ersten Quartal um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Besonders stark fielen die Mietanstiege im Umland der Metropolen (+4,2 Prozent) und in den Großstädten selbst aus (+3,8 Prozent). Unter den Metropolen traf es Mieterinnen und Mieter in Düsseldorf, Hamburg und vor allem Köln besonders hart: Hier stiegen die Mieten um mehr als fünf Prozent.
Warum es nicht so schlimm wird wie 2022
Schon während des Ukraine-Kriegs 2022 hatten stark steigende Zinsen und Baukosten den jahrelangen Immobilienboom beendet und die Preise sinken lassen. Eine ähnlich scharfe Preiskorrektur erwartet das IW diesmal aber nicht. „Anders als 2022 wird der aktuelle Energiepreisschock aber zu keiner scharfen Preiskorrektur führen“, meint das Institut. Die Gründe: Die Zinsen seien bereits auf einem deutlich höheren Niveau und die Energiepreise stiegen weniger stark als damals. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
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