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Asphalt-Preise verdoppeltIran-Krieg gefährdet jetzt den deutschen Straßenbau

Bauarbeiten

Copyright: Wolfgang Kumm/dpa

Ein Bauarbeiter repariert eine Straße in Berlin mit Bitumen, einem Bindemittel für Asphalt. (Symbolbild)

Iran-Krise: Preis-Schock bei Bitumen legt Baustellen lahm

Deutschlands Straßen bröckeln, Milliarden sollen fließen – doch jetzt macht der Iran-Konflikt alles zunichte! Die Baubranche schlägt Alarm: Wichtige Projekte drohen zu platzen. Der Vorwurf an die Politik ist knallhart: Man lässt die Firmen im Regen stehen.

Der Zoff dreht sich um einen Stoff, ohne den nichts geht: Bitumen. Das ist der Klebstoff im Asphalt, gewonnen aus Erdöl. Sein Preis hat sich seit Ausbruch des Krieges quasi verdoppelt, erklärt Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands HDB, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Seine klare Ansage: „Ohne Bitumen kein Asphalt, ohne Asphalt kein Straßenbau.“

Kostenanstieg schlimmer als im Ukraine-Krieg

Diese Preis-Explosion schlägt voll auf den Asphalt durch, der zu 15 bis 30 Prozent aus Bitumen besteht. Der Anstieg im März war sogar heftiger als alles, was wir während des Ukraine-Konflikts 2022 erlebt haben. Und das ist erst der Anfang, warnt Müller: Die nächste Preiswelle von anderen Zulieferern rollt schon an.

Für die Baufirmen ist das eine Katastrophe. Viele ihrer Aufträge mit dem Staat sind Festpreis-Deals. Plötzlich werden die Baustellen zu einem riesigen Verlustgeschäft. „Das Unternehmen trägt das Preisrisiko eines internationalen Handelskonflikts allein“, kritisiert Müller. Besonders fies: Das trifft Firmen, die im Februar noch zu alten Preisen Verträge unterschrieben haben, aber erst im März loslegen konnten.

Bau-Chef fordert dringende Hilfe von der Politik

Die Forderung von Müller ist unmissverständlich: „Wir brauchen deshalb dringend Preisgleitklauseln in öffentlichen Verträgen rückwirkend zum 1. März 2026.“ Solche Regelungen sind nicht neu. Schon während des Ukraine-Kriegs gab es sie per Verordnung. Sie ermöglichen es, auf verrücktspielende Materialkosten auch bei schon laufenden Projekten zu reagieren.

Aktuell sei es fast unmöglich, die Kosten für Bauprojekte verlässlich zu berechnen, beschreibt Müller die Lage. Wegen der extremen Ungewissheit durch den Konflikt im Iran müssen die Firmen hohe Risiko-Zuschläge einkalkulieren. Das Ergebnis: Angebote werden viel teurer und wichtige Bauvorhaben verschieben sich.

„Ministerien lassen die Unternehmen im Stich“

Müller geht mit der Politik hart ins Gericht: „Bau- und Verkehrsministerium lassen die Unternehmen derzeit im Stich, mit Verweis darauf, dass die amtlichen Statistiken keine Intervention rechtfertigen würden.“ Doch diese Statistiken, die zum Beispiel für Februar noch mehr Bauaufträge auswiesen, hinken der Realität meilenweit hinterher.

Die Bundesregierung habe die Marktlage falsch eingeschätzt und würde sich nun hinter den Zahlen des Statistischen Bundesamtes verstecken. „und das als Monopolauftraggeber“. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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