Gewaltiger Drohnen-Angriff auf die Krim: Tote, Verletzte
Drohnen-Krieg eskaliertToter auf der Krim, Verletzte nach Angriff auf Düngemittelwerk

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In Sewastopol sind nach russischen Angaben Dutzende ukrainische Drohnen von der Flugabwehr abgeschossen worden. (Archivbild)
Ein gewaltiger Drohnenschwarm aus der Ukraine hat die von Russland kontrollierte Krim getroffen. In der Hafenstadt Sewastopol starb dabei mindestens eine Person, wie die dpa unter Berufung auf Behörden meldet. Vier weitere Menschen wurden verletzt. Der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, bezeichnete die Offensive als eine der heftigsten, die es je gab.
Das Ausmaß der Zerstörung ist erheblich: Berichte sprechen von Beschädigungen an 34 Wohnkomplexen in mehreren Bezirken. Laut Raswoschajew hat es auch Einfamilienhäuser und Pkw erwischt. Wrackteile der abgewehrten Drohnen sollen an einigen Stellen Feuer entfacht haben. Insgesamt will die russische Verteidigung, inklusive der Schwarzmeerflotte, 71 unbemannte Flugkörper neutralisiert haben.
Wrackteile krachen in Klinik
Ein besonders schockierender Vorfall: Trümmer einer Drohne stürzten in ein Hospital und trafen dort die Herzstation. Eine Person erlitt dabei Verletzungen. Des Weiteren beschädigte der Angriff eine Oberleitung der Bahn, was laut Ankündigung des Gouverneurs zu Ausfällen bei Regionalzügen führen kann.
Das Verteidigungsministerium in Moskau verkündete am Morgen, dass landesweit über 203 ukrainische Drohnen abgefangen worden seien. Zu den durch Einschläge verursachten Schäden machte die Behörde wie üblich keine genauen Angaben.
Fünf Verletzte bei Attacke auf Chemie-Riesen
Die Attacken waren aber nicht auf die Krim begrenzt. Weit im Norden Russlands, in der Region Wologda, meldete Gouverneur Georgi Filimonow einen Angriff auf die Fabrik Apatit. Bei der Attacke auf einen der größten Düngemittel-Hersteller des Landes, mehr als 500 Kilometer von Moskau entfernt, gab es fünf Verletzte.
Der Angriff sorgte für einen echten Schock: Eine Hochdruckleitung mit Schwefelsäure wurde getroffen! Fünf Menschen zogen sich dadurch Verätzungen zu. Gouverneur Filimonow gab jedoch Entwarnung: „Luftmessungen zeigten keine Überschreitung der Grenzwerte“. Auch aus der Region Jaroslawl wurden heftige Drohnenangriffe gemeldet. Dortiges Ziel war anscheinend eine große Ölraffinerie.
Ukraine will russische Kriegswirtschaft treffen
Die Krim-Halbinsel wurde von Russland bereits im Jahr 2014 völkerrechtswidrig eingenommen. Sie dient als strategische Basis für den russischen Angriffskrieg. Die Ukraine setzt sich mit wiederholten Gegenoffensiven auf Ziele in Russland zur Wehr.
Mit den Schlägen gegen Industriezentren verfolgt die Ukraine ein klares Ziel: der russischen Ökonomie den größtmöglichen Schaden zuzufügen. Moskau finanziert seine Kriegsmaschinerie maßgeblich durch die Milliardenerlöse aus dem Verkauf von Öl und Dünger. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
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