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„Sie hassen ihn heimlich“Ex-Vertrauter prophezeit Putin-Sturz noch 2026

Wladimir Putin im April in St. Petersburg.

Copyright: AFP

Wladimir Putin im April in St. Petersburg.

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Was lange als undenkbar galt, scheint im Kreml selbst zunehmend Gestalt anzunehmen: Ein ehemaliger Putin-Vertrauter und Kriegspropagandist hat sich öffentlich gegen den russischen Präsidenten gewendet – und prophezeit dessen Sturz noch in diesem Jahr.

Der russische Anwalt Ilya Remeslo (42), einst ein glühender Unterstützer des Ukraine-Krieges, hat sich in einem aufsehenerregenden Interview mit der bekannten russischen Medienpersönlichkeit Ksenia Sobchak – die als Putins „Patentochter“ gilt – spektakulär gegen den russischen Präsidenten gewendet.

Remeslo, der gut vernetzt sein soll mit den russischen Sicherheitsdiensten, prophezeit den baldigen Sturz Wladimir Putins durch einen Kreml-internen Putsch.

„Sie hassen Putin heimlich“

Seine Kernbotschaft ist unmissverständlich: Die Wurzel aller Probleme des kriegsgebeutelten Russlands sei Putin selbst – „der Mann ganz oben, der alles lenkt. Es ist Wladimir Putin. Das ist offensichtlich. Jeder weiß es.“

Noch drastischer ist seine Einschätzung der Stimmung im Innersten des Machtapparats: Insider in Regierung und Präsidialverwaltung würden Putin „heimlich hassen“, weil er ihnen alles weggenommen habe und sie die Privilegien, die sie früher genossen, nicht mehr auskosten könnten.

Remeslo prognostiziert, dass es bis Ende 2026 oder Anfang 2027 zu „tiefgreifenden Veränderungen“ kommen werde – dem Zusammenbruch des alten Systems und der Geburt eines neuen. Er spricht von einem „Palastputsch“ und einer „Revolution“, betont aber ausdrücklich, dass es kein militärischer Umsturz sein werde.

Stattdessen vergleicht er das Szenario mit dem Jahr 1953, als Stalin starb und Nikita Chruschtschow die Macht übernahm – leise, fast geräuschlos. „Wir werden in einem anderen Land aufwachen“, sagt er.

Sind das die möglichen drei Nachfolger Putins?

Auf die Frage, wer Putin nachfolgen könnte, nennt Remeslo drei Namen. Denn, so sagt er, würde er nur einen Namen nennen, wäre dieser Mann „morgen verhaftet“.

Die drei Kandidaten sind Premierminister Michail Mischustin, ein bürokratischer Technokrat, der bislang vor allem durch blinden Gehorsam gegenüber Putin auffiel; Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow, der als Modernisierer gilt und zuletzt öffentlich warnte, die staatlichen Reserven seien „weitgehend aufgebraucht“; sowie Alexej Djumin, ehemaliger Leibwächter Putins und heutiger Kremel-Berater, den Putin selbst seit Langem als potenziellen Nachfolger aufzubauen scheint.

Was Remeslos Aussagen besonders brisant macht, ist seine eigene Vergangenheit: Er war einst ein Propagandist für Putin und ein erklärter Feind des Oppositionsführers Alexei Nawalny.

Heute bezeichnet er Putin als „Kriegsverbrecher, Lügner und Dieb“ und gibt an, sich wegen seiner früheren Angriffe auf Nawalny schuldig zu fühlen. 

Remeslo trat im März erstmals öffentlich gegen Putin auf

Nachdem er im März 2026 erstmals öffentlich gegen Putin auftrat, wurde er kurzzeitig in eine psychiatrische Klinik eingewiesen – ein Mittel, das an sowjetische Repressionsmethoden erinnert. Nach 30 Tagen wurde er entlassen. Insbesondere nach dem Aufstand von Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin im Jahre 2023 und den zunehmend repressiven Maßnahmen des Kremls wie den Sperrungen des Internets und Mobilfunknetzes im Land habe bei ihm ein Umdenken stattgefunden, sagt er. 

Dass er seitdem nicht erneut verhaftet wurde und seine Angriffe sogar intensiviert hat, befeuert Spekulationen, dass er mächtige Verbündete im russischen Sicherheitsapparat hinter sich haben könnte. Seine mutige Aussage, er wolle „eine Plattform aufbauen und jene anziehen, die Angst haben, gegen Putin aufzutreten“, deutet darauf hin, dass er sich als Galionsfigur eines breiteren, noch verborgenen Widerstands innerhalb des Systems versteht.

Remeslos Aussagen sind durchaus spektakulär – aber mit Vorsicht zu genießen. Es ist unklar, inwieweit seine Prophezeiungen politisch motiviert sind oder tatsächlich auf belastbaren Insider-Informationen basieren. (mg)

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