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Nach Krebs-Diagnose ARD-Moderatorin: Comeback mit neuem Look

Okka-Tagesthemen

Ein strahlendes Lächeln und ein neuer Look: Okka Gundel bei ihrem Comeback in den ARD-Tagesthemen.

Köln – „Und damit zum Sport – und zu Okka Gundel“ – wenn Caren Miosga (51) und Jens Riewa (57) am Wochenende in den „Tagesthemen“ zum Sport überleiteten, stand oft die Kölnerin Okka Gundel an der Seite der Nachrichten-Sprecher. Normalerweise. In den vergangenen acht Monaten mussten die ARD-Zuschauer darauf verzichten, von der 45-Jährigen die aktuellen Bundesliga- oder Formel-1-Ergebnisse zu erfahren.

Anfang Februar 2020 erhielt die Journalistin die Diagnose Brustkrebs. In einem modernen Strahleninstitut bescheinigte ihr eine Radiologin „mit der Mimik und der Sprachmelodie eines Roboters“ (O-Ton Gundel) eine sehr aggressive Form von Mammakarzinom. „Als die Krankheit bestätigt wurde, war es ein großer Schock, in einem solchen Moment bricht schon einiges zusammen.“ Es folgte eine Chemotherapie.

Jetzt steht die Moderatorin wieder vor der Kamera, kann wieder in der Sportschau, im ARD-Morgenmagazin und in den Tagesthemen von der schönsten Nebensache der Welt sprechen.

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„Das war ein sehr besonderer Moment, nach all den Monaten an den Arbeitsplatz zurückzukehren“, sagt sie im EXPRESS-Gespräch. „Ich bin sehr dankbar, dass wieder ein bisschen Normalität in mein Leben zurückkehrt. Meine Chefs haben mir damals, als ich die Diagnose erhielt, viel Mut zugesprochen und gesagt, dass sie auf mich warten. Sie haben zu mir gehalten. Das hat mich sehr berührt. Wieder vor der Kamera zu arbeiten, schien mir zwischendurch unvorstellbar. Jetzt tatsächlich wieder da zu sein ist schön, aufregend und voller Adrenalin.“

Okka Gundel bei den Tagesthemen: Caren Miosga und Judith Rakers freuen sich

Viele TV-Kollegen freuen sich mächtig über die Rückkehr der gebürtigen Ostfriesin. „Okka ist wieder da. Ich bin so froh, dass sie den bekloppten Krebs überwunden hat und ganz gesund ist. Sieht sie nicht Bombe aus?“, schrieb Kollegin Caren Miosga happy bei Instagram. Das ganze ergänzt mit den Hashtags „tolle Frau“, „tolle Frisur“ und „toll, dass du so vor die Kamera gehst“. Judith Rakers (44) ergänzte: „Sie sieht wunderschön aus. Vor allem aber sieht sie wie eine Kämpferin aus. Und wie eine Siegerin“.

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So kannten die meisten TV-Zuschauer Okka Gundel: Mit blonden Haaren wie hier beim Stadion-Einsatz in Duisburg im Jahr 2016.

Der neue Look von Okka Gundel fällt sofort ins Auge „In 17 Jahren die erste Sendung ohne Haarprodukt“, schrieb sie selber in den sozialen Netzwerken. „Neues Leben, neuer Look, selber Kanal.“

Denn während früher in der Maske mehr als eine Ladung Haarspray nötig war, um die blonde Frisur in Form zu bringen, zeigt sie sich nun mit dunkler Kurzhaarfrisur. „Die Haare sind durch die Chemo dunkler geworden, als sie je waren“, sagt die Moderatorin. „Meine älteste Tochter sagte zu mir: `Mama, du siehst aus wie eine Influencerin. Eine höhere Auszeichnung einer 13-Jährigen kann es kaum geben. Auch das hat mich motiviert, den Schritt zurück in die Öffentlichkeit genauso zu wagen.“

Okka Gundel: Rückkehr zu ARD-Tagesthemen

Aber nicht nur die Frisur hat sich durch die heimtückische Krankheit geändert. Gundel hat in den vergangenen Monaten vieles reflektiert. „Ich habe mich wahnsinnig schwer getan, mich von meinem alten Leben zu verabschieden. Es war so schön. Die Geschwindigkeit war vielleicht ein bisschen hoch. Mit der Krankheit und Corona obendrauf kam die Vollbremsung. Drei Kinder im Homeschooling, ein Mann im Homeoffice und eine Mutter, die sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Da hinterfragt man viel und einiges sortiert sich neu. Die Rückkehr ins Berufsleben ist für mich wie eine kleine Oase und ein Anker nach diesem verrückten Jahr 2020. Ich freue mich ganz einfach auf Normalität.“ Und mit ihr die Kollegen und die TV-Zuschauer.

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