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Von wegen „Zocker-Nerd“ FIFA-Weltmeister Mohammed aus NRW knipst auch im echten Leben

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Mohammed „MoAuba“ Harkous ist FIFA19-Weltmeister – aber auch im echten Leben kann der Bochumer mit der Pille umgehen. Unser Foto zeigt ihn beim Grand Final der Virtuellen Bundesliga im Mai 2019 in Berlin.

Bochum/Köln – Es ist ein Thema, an dem sich die Geister scheiden: E-Sports. Während die Stars der Zocker-Szene aberwitzige Preisgelder abräumen und von Millionen Fans in den sozialen Netzwerken gefeiert werden, können traditionelle Sport-Fans den Wettkämpfen an der Konsole meist eher weniger abgewinnen. Obendrein ist dabei nach wie vor das Klischee verbreitet, wonach E-Sportler lediglich übergewichtige, pickelige und nerdige Teenager sind, die den ganzen Tag vor dem heimischen PC hocken und nie nach draußen gehen.

Dass das natürlich Quatsch ist, zeigt ein genauerer Blick auf die Szene: Professionelle Organisationen wie das Kölner Team SK Gaming beispielsweise vertrauen mittlerweile auf die Unterstützung von Experten wie Ex-DFB-Athletiktrainers Yann-Benjamin Kugel (40), um ihre Profi-Zocker fit zu kriegen.

Mohammed_MoAuba_Harkous

Mohammed „MoAuba“ Harkous holte im vergangenen Jahr den Weltmeistertitel in FIFA19.

Der FIFA19-Weltmeister Mohammed „MoAuba“ Harkous (23) ist ebenfalls alles andere als ein „Konsolen-Moppelchen“. Denn der gebürtige Bochumer, der sich im vergangenen Jahr in London beim Gipfeltreffen der Szene zum Zocker-König krönte, ist nicht nur beim virtuellen Fußball treffsicher – sondern auch im echten Leben.

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FIFA-Weltmeister Mohammed Harkous knipst für Heimatklub Rot-Weiß Stiepel

Wann immer es ihm sein Turnier-Kalender erlaubt, geht Harkous für seinen Heimatklub Rot-Weiß Stiepel auf Torejagd. Beim Bochumer Kreisligisten kommt der FIFA-Weltmeister meist in der zweiten oder dritten Mannschaft zum Einsatz. So auch am vergangenen Sonntag, als die Stiepeler Dritte im Freundschaftsspiel gegen den Essener Kreisligisten Fortuna Bredeney testete.

Hier lesen Sie mehr: Mutter hat Preisgeld schon verplant – So tickt FIFA-Weltmeister Mohammed Harkous aus NRW.

Harkous kam nach 27 Minuten für seinen Teamkollegen Omar Abu Ras in die Partie – und brauchte nicht lange, um sich auf dem Spielberichtsbogen zu verewigen. 15 Minuten nach seiner Einwechslung war er zur Stelle und traf zum 1:0 für Stiepel. Es sollte das einzige Tor des Tages bleiben – Harkous avancierte somit zum Matchwinner für seinen Klub.

FIFA-Weltmeister Mohammed Harkous in der Zocker-Krise

„Jetzt schon mehr Tore als Burgstaller“, twitterte Harkous nach dem Spiel in Richtung des Bundesligisten Schalke. Hintergrund: S04-Guido Burgstaller (31) hatte in der abgelaufenen Saison in 21 Liga-Einsätzen keinen Treffer verbucht.

Auf der Konsole läuft es für Harkous, der in London 225.000 Euro Preisgeld einstrich, unterdessen nicht ganz so erfolgreich. Der Bochumer, der nach dem WM-Turnier vom Bundesligisten Werder Bremen zum Schweizer Team Fokus Clan gewechselt war, kämpft nach wie vor mit dem neuen FIFA20. Viele seine Zocker-Rivalen spielen in der neuen Variante eher defensiv, Playstation-Spezialist Harkous allerdings verfolgt einen offensiven Stil. So richtig kommt der Champion des vergangenen Jahres noch nicht zurecht, verpasste die Qualifikation für einige wichtige Turniere.

Immerhin: Seine Kollegen bei Rot-Weiß Stiepel dürften nichts dagegen haben, wenn ihr prominenter Stürmer mal ein bisschen mehr Zeit für „echte“ Fußball-Spiele hat. (kos)

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