Kommentar zur Formel 1 Crash-Pilot Mick Schumacher: Die Angst vor dem Albtraum

Mick Schumacher geht nach seinem Crash im Rennen der Formel 1 in Monaco zerknirscht durch die Boxengasse

Mick Schumacher ging nach seinem Crash im Rennen der Formel 1 in Monaco am Sonntag (29. Mai 2022) zerknirscht durch die Boxengasse. Wieder gab es für ihn einen Unfall statt der ersten WM-Punkte.

Wieder Crash-Aus statt Punkte-Premiere in der Formel 1 für Mick Schumacher: Der Druck für den Sohn von Michael Schumacher wird immer größer, die Enttäuschungen nehmen von Rennen zu Rennen zu.

Auch Rennen Nummer 28 blieb für Mick Schumacher in der Formel 1 am Ende ohne Zählbares, stattdessen crashte er sich und seinen Haas erneut ohne Not aus dem Rennen. Die Verwirklichung seines Lebens-Ziels wird immer mehr zum Albtraum, meint unser Autor. Der EXPRESS.de-Kommentar.

Mick Schumacher (23) in der Formel 1, das verhieß angesichts des großen Namens und der großzügigen Förderung von Familie und Ferrari großen Sport.

Doch auch im zweiten Jahr macht der Sohn von Michael Schumacher nur durch spektakuläre Unfälle statt durch freche Überholmanöver oder clevere Punkteresultate von sich reden. Ist Mick Schumacher in der Formel 1 überfordert?

Mick Schumacher übernimmt Verantwortung für vermeidbare Unfälle

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Diese Frage stellte EXPRESS.de schon nach seinem Kumpel-Crash mit Sebastian Vettel in Miami. Und diese Frage bekommt durch seinen Monaco-Unfall noch mehr Bedeutung.

Denn es waren eben keine Fehler in der Hitze eines Rad-an-Rad-Duells mit einem Heißsporn wie Max Verstappen, das Mick noch im Debütjahr in Budapest erstaunlich abgeklärt meisterte. Nun zerstörte er sich wieder ein Rennen ohne Druck eines Rivalen.

Es ehrt Mick, dass er beide Unfälle auf seine Kappe nahm. Aber der Eindruck eines jungen Mannes, der das Erfolgserlebnis zu sehr will und sein Sportgerät dafür zu wenig beherrscht, lässt sich nicht mit dem Verweis auf fehlende Erfahrung im umkämpften Mittelfeld wegdiskutieren.

Formel 1: Mick Schumacher gerät bei Haas zunehmend unter Druck

Sein Punktlos-Fluch dauert nun schon 28 Rennen an und nervt ihn offensichtlich mehr, als er zugeben will. Dazu kommt der zunehmende Druck seines Teamchefs Günther Steiner, der die Geduld mit ihm zu verlieren droht.

Mick muss jetzt ehrlich zu sich sein und sich fragen, ob er diesem inneren und äußeren Druck standhalten kann. Wenn er sie mit Ja beantwortet, muss er im nächsten Rennen in Baku mal eine fehlerfreie Leistung (am besten in den Punkten) abliefern. Ansonsten wäre ein Eingeständnis, mit dem Erfolgsdruck in der Formel 1 überfordert zu sein, auch nur menschlich.

Niemand hat von Mick verlangt, das Erbe seines Vaters Michael anzutreten. Er selbst wollte seinen Traum verwirklichen und muss nun aufpassen, dass daraus kein Albtraum wird.

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