Jetzt haben sich die schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Der Fan, der am Samstag beim Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim auf einer Treppe gestürzt war, ist verstorben.
Bittere GewissheitFan bei Heimspiel des 1. FC Köln verstorben

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Die Fans des 1. FC Köln haben am 21. Februar 2026 gegen Hoffenheim auf lautstarke Unterstützung verzichtet, weil es zu einem medizinischen Notfall hinter der Tribüne kam. Ein 90-jähriger Fan verstarb später im Krankenhaus.
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Am Sonntag (22. Februar 2026) wurden die schlimmsten Befürchtungen wahr: Beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim ist ein Fan verstorben.
Auf der Tribüne im Ostbereich des Rhein-Energie-Stadions kam es kurz vor dem Anpfiff zu einem medizinischen Notfall. Ein 90-jähriger Fan musste bei der Partie des 23. Spieltags nach Angaben des 1. FC Köln reanimiert werden. Er war in einem Treppenhaus im Tribünenbereich gestürzt.
90-jähriger Fan verstirbt nach Treppensturz im Kölner Stadion
Zunächst konnte der Fan noch reanimiert werden, wurde dann in ein Krankenhaus gebracht. Zunächst hieß es, dass der 90-Jährige in einem „kritischen Zustand“ sei. Dann gab es in der Fanszene erste Gerüchte um den Tod des Anhängers. EXPRESS.de kann nach Informationen aus sicheren Quellen diese Gerüchte jetzt leider bestätigen. Demnach wurde der Fan im Krankenhaus für tot erklärt.
FC-Profi Tom Krauß schrieb nach dem 2:2 auf Instagram: „Als Team alles gegeben und einen Punkt mitgenommen. Mein Beileid an die Angehörigen des Fans. Ich wünsche euch ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit.“
Krauß sagte zudem nach dem Spiel: „Es war ein komisches Spiel. Die Stimmung war zu Recht nicht da. Man sieht, wie schnell das Leben in einem kritischen Zustand sein kann. Normalerweise ist das hier ein Hexenkessel. Da fragt man sich dann schon nach 20 bis 25 Minuten: Was ist hier los? Ich habe mich dann beim Co-Trainer erkundigt, was passiert ist. Den Punkt haben wir für den Fan geholt!“
Auch Said El Mala meldete sich, schrieb via Instagram: „Ich wünsche der Familie von dem Fan ganz viel Kraft und alles Gute in dieser Zeit.“
Die Kölner Fans auf der Südkurve hatten rund acht Minuten nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Robert Schröder aus Hannover den Support eingestellt, weil Sanitäter auf der Osttribüne im Einsatz waren.
Nach rund 40 Minuten gab es dann vor der Südkurve eine Durchsage. Die Sorgen um den Fan waren enorm, Gerüchte über den Tod des betroffenen Anhängers kamen auf. Der Support sollte über das komplette Spiel nicht wieder aufgenommen werden. Auch die Fans im Gästeblock hielten sich daran. Zu Beginn des Spiels hatten die mitgereisten Hoffenheimer noch etliche Bengalos abgefackelt.
Nach dem Spiel gibt es eine emotionale Diskussion über eine schwierige Frage: Muss die Show weitergehen bei einem medizinischen Notfall? Oder ist Respekt und Anteilnahme geboten? Während sich die aktiven Fanszenen am Samstag einmal mehr für Respekt und Anteilnahme entschieden – auch die Hoffenheim-Kurve verzichtete auf Support –, gibt es auch zahlreiche Fans, die anders denken.
Ein Anhänger schrieb auf der Plattform X: „Wenn ich mal im Stadion sterben sollte, dann bitte keinen Streit über Support, sondern lasst dann einfach die Hölle los!“ Ein anderer pflichtet bei: „Ich wage zu behaupten, dass JEDER Fan das so wollen würde.“

