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Karriere vor dem Aus? Haas-Boss Steiner schimpft über Schumacher-Crash: „Idiot“

Mick Schumachers Auto wird mit Hilfe eines Krans von der Strecke in Suzuka gebracht.

Das Auto von Mick Schumacher wird nach dem Unfall am 7. Oktober 2022 von der Strecke transportiert. 

Mick Schumacher hatte sich so auf das Training in Suzuka gefreut, am Ende musste sein Wagen mit einem Kran abtransportiert werden.

Traum und Realität prallten bei Mick Schumacher (23) mal wieder gnadenlos aufeinander.

Vor der Reise zu seinem ersten Japan-GP (Sonntag, 9. Oktober 2022, 7 Uhr, Sky) durfte er auf der Ferrari-Teststrecke Fiorano den alten F2003-GA seines Vaters Michael (53) fahren. Den Glücksgefühlen folgte in Suzuka die Ernüchterung. Im ersten Training crashte Mick seinen Haas-Ferrari in der Auslaufrunde und konnte wegen des großen Schadens nicht an die zweite Session starten.

Crash von Mick Schumcher mit Folgen für die Karriere?

Crasht dieser Anfängerfehler Micks Formel-1-Karriere? Nach einer Startübung war er auf dem Rückweg zur Box, als er bei zunehmendem Regen und Aquaplaning von der Strecke abkam. Sein Haas prallte in den Reifenstapel und wurde an Frontflügel, Nase, Vorderrad-Aufhängung und Unterboden beschädigt – eine halbe Million Euro Schaden. „Ich hatte starkes Aquaplaning. Wow, das habe ich nicht vorhergesehen, tut mir sehr leid“, entschuldigte sich Mick per Funk.

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Aber ob ihn dieses Sorry beim ohnehin schon angefressenen Teamchef Günther Steiner (57) rettet? Nach den Unfällen von Jeddah, Miami und Monaco war es bereits der vierte vermeidbare Crash. Sein klammes Haas-Team stöhnt schon seit Saisonmitte über Budgetengpässe und Ersatzteilmangel. Dabei muss sich Mick doch nach seinem sechsten Platz in Spielberg und danach sechs Nullern in Folge mit Punkte-Resultaten für einen neuen Vertrag empfehlen.

Dafür rechnete sich Haas auf der kurvigen High-Speed-Strecke Suzuka auch gute Chancen aus – zumal der VF-22 bei dem aktuellen Regenwetter gut funktioniert.  Das zeigten auch die Zeiten: Mick beendete das Training vor seinem Crash als Siebter, sein Teamkollege Kevin Magnussen (29) wurde in beiden Sessions sogar Fünfter.

Mick sorgt für Stunk im Haas-Stall. Steiner schimpfte: „Es ist enttäuschend. Wir sind nur rausgefahren, um den Rennstart zu simulieren und um Daten für den Grand Prix am Sonntag zu sammeln und dann hat Mick auf dem Weg zurück in die Box das Auto beschädigt. Er bekam Aquaplaning und krachte in die Leitplanke, was das Auto ziemlich stark beschädigte.“

Schon zuvor hatte er Mick fehlende Konstanz vorgehalten und gewarnt: „Das Wichtigste ist es, Fehler nicht zu wiederholen. Man kann sie einmal machen. Ein zweites Mal ist nicht gut. Und wenn du einen Fehler zum dritten Mal machst, bist du ein Idiot, wenn du mich fragst.“

Rumms! Vom Hoffnungsträger zum „Idioten“ – Mick kennt Steiners impulsive Art schon. „Günther hat auch seinen eigenen, einzigartigen Stil. Da gibt es kaum einen Filter zwischen dem, was er denkt und sagt. Daran musste ich mich gewöhnen, denn das war für mich neu“, gab er nach der harzigen ersten Saisonhälfte zu.  Damals hoffte er noch: „Vielleicht bringt mich dieser Druck dazu, bessere Leistungen zu erbringen.“ Jetzt droht seine junge Formel-1-Karriere am Druck zerbrechen. (reu)

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