„Hätte ich mir sparen können“ Rassismus-Vorwürfe: Wagner und ZDF entschuldigen sich für Katarer-Spruch

Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der WM in Katar durch ein 1:1 gegen Spanien die Chance aufs Achtelfinale gewahrt. Während des Spiels sorgte ein Spruch von ZDF-Experte Sandro Wagner für Wirbel.

Fußball-Deutschland träumt weiter vom WM-Achtelfinale. Durch ein 1:1 gegen Spanien hat das DFB-Team am Sonntag (27. November 2022) die Chance aufs Weiterkommen gewahrt, kann im letzten Gruppen-Spiel gegen Costa Rica noch in die K.o.-Runde einziehen.

Für Wirbel sorgte während der Partie jedoch ein Spruch von ZDF-Experte und Co-Kommentator Sandro Wagner (34).

WM 2022: ZDF entschuldigt sich für Spruch von Experte Sandro Wagner

Gemeinhin wird Wagner – Ex-Stürmer des FC Bayern München und aktuell Chefcoach des Regionalligisten SpVgg Unterhaching – von den Fans für seine erfrischenden und pointierten Analysen im TV gefeiert. Beim deutschen WM-Auftritt gegen Spanien jedoch musste er sich heftige Kritik gefallen lassen.

In der Schlussphase der Partie hatte Wagner am ZDF-Mikrofon gesagt: „Vorhin habe ich gedacht, die ganze Kurve ist voller Deutschland-Fans. Dann habe ich erst gemerkt, das sind die katarischen Bademäntel.“ Damit meinte er die in Weiß gekleideten katarischen Zuschauer im Al-Bait-Stadion in Al-Khor.

Viele einheimische Fans – überwiegend Männer – tragen das traditionelle arabische Baumwoll-Gewand, genannt „Thawb“. Auch beim Stadionbesuch.

Wagners Spruch zog sofort Reaktionen nach sich. In den sozialen Netzwerken wurde dem Ex-Profi von vielen Userinnen und Usern Rassismus vorgeworfen. Das ZDF reagierte – und kommentierte gleich unter mehreren Twitter-Beiträgen.

WM 2022: Sandro Wagner entschuldigt sich

Der öffentlich-rechtliche Sender entschuldigte sich, erklärte: „Sandro Wagners Aussage über den Thawb ist leider in einer emotionalen Phase des Spiels passiert. Das darf es nicht. Wir werden das besprechen.“ 

Und auch Wagner selbst hat sich mittlerweile für sein Verhalten entschuldigt. Der 34-Jährige sagt: „Es war ein unüberlegter Spruch mit einer unpassenden Bemerkung, die ich mir hätte sparen können. Wenn sich jemand angegriffen gefühlt hat – sorry, das war null Komma null meine Absicht.“

Ob Wagner für seinen Spruch seitens des Senders Konsequenzen drohen, ist derweil noch unklar. (kos)

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