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Meilenstein beim DFB-Finale FIFA sorgt gegen Costa Rica für historische Premiere

WM-Premiere beim deutschen Gruppen-Finale: Das DFB-Duell gegen Costa Rica wird erstmals von einer Frau geleitet. Das hatte es bei einer Weltmeisterschaft der Männer noch nie gegeben.

Im DFB-Duell gegen Costa Rica geht es am Donnerstag (1. Dezember 2022) um alles: Mit einem Sieg zieht Deutschland ins Achtelfinale ein, ansonsten steht erneut das ernüchternde Aus in der Vorrunde. Die FIFA macht die ohnehin schon spannende Partie jetzt aber zu etwas ganz Besonderem. 

Nach der Referee-Ansetzung ist klar: Stéphanie Frappart schreibt Fußball-Geschichte. Die Französin wurde am Dienstag (29. November) vom Weltverband FIFA für die Leitung der Partie betraut. Die 38-Jährige wird damit zur ersten Schiedsrichterin, die eine Partie bei einer Männer-WM pfeift.

WM 2022: Nicht die erste Premiere für Stéphanie Frappart

An derartige Meilensteine ist Frappart bereits gewöhnt. In den vergangenen dreieinhalb Jahren leitete die Unparteiische als erste Frau ein Spiel der französischen Ligue 1, eine Partie der Champions League und eine Begegnung in der WM-Qualifikation.

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In Katar erhielt Frappart den Vorzug vor Salima Mukansanga (34, Ruanda) und Yoshimi Yamashita (36, Japan). Yamashita ist am Donnerstag als Vierte Offizielle beim Spiel zwischen Kanada und Marokko eingeteilt.

Stéphanie Frappart als Vierte Offizielle. Hier redet Mexikos Nationaltrainer Gerardo Martino auf sie ein.

Stéphanie Frappart am 22. November 2022 als Vierte Offizielle. Hier redet Mexikos Nationaltrainer Gerardo Martino auf sie ein.

Im bisherigen WM-Verlauf waren die Frauen in mehreren Spielen als Vierte Offizielle zum Einsatz gekommen, als Hauptschiedsrichterin war bislang aber keine von ihnen berufen worden. Selbst das war bereits eine Premiere gewesen, zum ersten Mal in 92 Jahren WM-Geschichte hatte sich die FIFA auch für Frauen als Teil des Unparteiischen-Gespanns entschieden.

Die Nominierung des weiblichen Trios sei „der Beweis dafür, dass die Qualität und nicht das Geschlecht“ zählt, hatte FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina (62) vor dem Turnier betont: „Sie verdienen es, dabei zu sein, weil sie konstant sehr gute Leistungen erbringen.“

28 der 33 männlichen Kollegen kamen bereits zu Turnierehren, bis Mittwoch wird ein Dutzend davon gar zweimal im Einsatz gewesen sein. „Jede Nominierung wird mit großer Sorgfalt durchgeführt, um zu versuchen, jedes Mal die besten Schiedsrichterteams zu finden“, versprach Collina. (bc/sid)

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