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„Hat jetzt Priorität“ Wegweisende Woche für Stuttgart-Boss: Wehrle mit überraschender WM-Absage

Alexander Wehrle im Sky-Interview bei Stefan Hempel.

VfB Stuttgarts Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle (l.) am 29. Oktober 2022 im Interview bei Sky.

Alexander Wehrle, Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart, wird vorerst nicht zur Fußball-WM nach Katar reisen. Zudem kündigte der Schwaben-Boss Entscheidungen in Sachen Sven Mislintat und Michael Wimmer an.

15 Bundesliga-Spiele, drei Siege, 14 Punkte und Relegationsplatz 16 – beim VfB Stuttgart gibt es während der WM-Pause so einiges aufzuarbeiten.

Die dringlichste Frage dabei: Wie geht es mit Sportdirektor Sven Mislintat (50) und Interimscoach Michael Wimmer (42) weiter? Dazu hat sich Vorstandsboss Alexander Wehrle (47) nach der 0:2-Niederlage am Samstag (12. November 2022) bei Bayer Leverkusen geäußert.

Fakt ist: Mislintats Vertrag bei den Schwaben läuft im Sommer 2023 aus. Doch im Hintergrund soll es Gerangel um die künftigen Kompetenzen des Ex-BVB-Scouts geben.

Und auch Wimmer steht vor einer ungewissen Zukunft: Der Coach hatte Mitte Oktober für den freigestellten Pellegrino Matarazzo (44) übernommen, seitdem vier von sieben Spielen gewonnen. Dennoch ist unklar, ob er nun zum Chefcoach befördert wird – oder nicht.

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VfB Stuttgart: Alexander Wehrle kündigt Personal-Entscheidungen an

Am Montag (14. November) bricht der VfB nun zu einer einwöchigen PR-Reise in die USA auf. Danach soll Klarheit in den beiden Personalfragen herrschen. „Wir haben vereinbart, dass wir uns unabhängig vom Spielausgang nach der USA-Reise zusammensetzen und dann auch eine Entscheidung treffen“, sagte Stuttgart-Boss Wehrle nach der Auswärts-Pleite in Leverkusen bei Sky. Zu Mislintat erklärte er: „Sven und ich haben bislang alle Entscheidungen gemeinsam getroffen. Ich habe ganz klar mit Sven besprochen, dass wir nach der USA-Reise die Entscheidungen treffen werden.“

Außerdem lobte Wehrle seinen Interimstrainer, erklärte, Wimmer mache „einen guten Job“. Ein offenes Bekenntnis zum Coach war dem ehemaligen Finanz-Boss des 1. FC Köln aber nicht zu entlocken.

Dafür schaffte Wehrle in einer anderen Angelegenheit Klarheit. Denn: Der Stuttgart-Boss wird seine seit Langem geplante Reise zur WM 2022 in Katar doch nicht antreten. „Ich werde mich um den VfB Stuttgart kümmern. Das hat Priorität jetzt“, sagte er.

Noch vor wenigen Tagen hatte Wehrle versichert, als Teil der DFB-Delegation ins Emirat zu fliegen – auch, wenn Katars WM-Botschafter Khalid Salman (60) zuletzt mit Aussagen schockiert hatte, Homosexualität sei ein „geistiger Schaden“. Wehrle konterte daraufhin. „Solche mittelalterlichen Vorstellungen werden dennoch sicher nicht verhindern, dass ich als Teil der DFB-Delegation nach Katar reisen und unser Team unterstützen werde“, schrieb er in seiner „Bild“-Kolumne. Wehrle, der in Katar in seiner Funktion als Aufsichtsratschef der DFB GmbH & Co. KG dabei sein wollte, ist seit Jahren offen homosexuell.

Nun aber folgte dennoch die Rolle rückwärts – weil es die sportlich prekäre Situation bei seinem Haupt-Arbeitgeber in Stuttgart verlangt. Allerdings: Wehrle ließ sich ein Hintertürchen offen, kündigte gegenüber EXPRESS.de an, dass er womöglich zu einem Achtelfinale mit deutscher Beteiligung nachreist. Die K.o.-Runde in der Wüste startet am 3. Dezember. (kos)

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