Vorfälle bei FC-Finale Wehrle enttäuscht: Stuttgart wehrt sich weiter gegen DFB-Strafe

Hunderte VfB-Fans stehen auf dem Spielfeld nach Abpfiff.

Nach dem Klassenerhalt gegen den 1. FC Köln am 14. Mai 2022 stürmten die Fans des VfB Stuttgart den Platz.

Der VfB Stuttgart wurde vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe sanktioniert. Am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison stürmten hunderte Fans den Platz, nachdem der VfB sich den Klassenerhalt gesichert hatte.

Am letzten Spieltag der vergangenen Bundesliga-Saison konnte sich der VfB Stuttgart mit einem 1:0-Sieg gegen den 1. FC Köln den Klassenerhalt sichern – auch weil Hertha BSC gleichzeitig beim BVB mit 1:2 unterlag. Daraufhin brachen alle Dämme!

Hunderte Fans der Stuttgarter stürmten nach dem dramatischen Saisonfinale ordnungswidrig das Spielfeld und feierten zusammen mit der Mannschaft ihren Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse. 

VfB Stuttgart: 15.000 Euro Geldstrafe wegen Platzsturm 

Wegen des Platzsturms muss der Klub nun eine Geldstrafe von 15.000 Euro zahlen. Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montag (18. Juli 2022) und lehnte den fristgerecht eingelegten Einspruch der Schwaben damit ab. Der VfB berät jetzt darüber, ob er das DFB-Bundesgericht dazu anruft, wie er mitteilte.

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„Ich finde es schade, dass das Sportgericht friedliche und spontane Emotionen, wie wir sie nach der Rettung am 14. Mai erlebt haben, bestraft. Diese Emotionen nach einem für den VfB und die ganze Bundesliga historischen Saisonfinale waren Ausdruck von Glück und Begeisterung und daher aus unserer Sicht nichts, für das der VfB bestraft werden sollte – zumal wir in Bezug auf unser Sicherheits- und Präventionskonzept nichts falsch gemacht haben“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stuttgarter, Alexander Wehrle (47).

Der 47-Jährige setzte sich zudem für ein verändertes Sanktionssystem ein. „Wenn schon eine Strafe ausgesprochen wird, sollten wir wenigstens neu über deren Verwendung nachdenken“, sagte Wehrle.

Der VfB-Boss weiter: „Nach zwei Corona-Jahren, die den Breitensport in vielen Bereichen in Existenznot gebracht haben, sollten in Zusammenarbeit zwischen den Proficlubs und den Fußball-Regionalverbänden gezielt regionale und lokale Vereine mit den Summen unterstützt werden, die das DFB-Sportgericht als Sanktionen verhängt.“

Am vergangenen Donnerstag (14. Juli) erhielt auch der 1. FC Köln eine hohe Geldstrafe in Höhe von 231.200 Euro für mehrere Vergehen in der vergangenen Saison. Kölner Fans hatten bei mehreren Bundesliga-Partien in teilweise erheblichem Maße pyrotechnische Gegenstände gezündet, zudem waren sie nach dem Spiel gegen Wolfsburg und der danach feststehenden Europapokalteilnahme auf den Rasen gestürmt. (dpa, fr)

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