„Ruhe in Frieden, mein Freund“ FC-Legenden in großer Trauer um Diego Maradona (†60)

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Thomas Häßler (r.) und die DFB-Elf gewannen am 8. Juli 1990 in Rom gegen Diego Maradona und Argentinien den WM-Titel. Nach dem Tod Maradonas äußerten sich ehemalige Weggefährten geschockt.

Köln – Es war eine Nachricht, welche bei den Fußball-Fans weltweit für große Bestürzung gesorgt hat: Am Mittwochabend bestätigte der argentinische Fußball-Verband: Legende Diego Maradona ist tot! Der einstige Weltklasse-Spieler verstarb am Mittwoch im Alter von 60 Jahren infolge eines Herzstillstands.

Schock und die Bestürzung bei vielen ehemaligen Weggefährten waren groß. EXPRESS erreichte am Mittwochabend einige Weggefährten Maradonas.

Thomas Häßler: „Ruhe in Frieden, mein Freund!“

1990-Weltmeister und Ex-FC-Spieler Thomas Häßler (54) war erschüttert, er sagte: „Gerade hat mich diese schockierende Nachricht erreicht. Einer der größten Fußballer aller Zeiten ist gegangen. Ich habe gegen Diego in der Serie A und natürlich mit der Nationalmannschaft gespielt. Das war ein Ausnahmefußballer. Unvergesslich bleibt natürlich das WM-Finale von Rom. Die Fußballwelt trauert, und ich natürlich auch. Ruhe in Frieden, mein Freund!“

Deutschlands Ex-Nationalspieler Guido Buchwald (59), der Maradona als „Kettenhund“ im WM-Finale 1990 ausgeschaltet hatte, sagte dem Sportbuzzer: „Ich bin geschockt. Die Fußball-Welt hat einen ihrer Größten verloren.“

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Deutschlands Guido Buchwald (r.) nahm Superstar Diego Maradona im WM-Finale 1990 aus dem Spiel – nun reagiert er geschockt auf den Tod seines ehemaligen Kontrahenten.

Rudi Völler (60), Weltmeister von 1990 und Ex-Gegenspieler von Maradona, sagte: „Diego Maradonas Tod trifft mich sehr. Er war mein Jahrgang, wir waren bei Weltmeisterschaften und in Italien oft Gegner. Ein wunderbarer Spieler – sein früher Tod ist ein herber Schlag für den Fußball und für Diegos Familie.“

Pierre Littbarski: „Fußball-Welt verliert einen Riesen“

FC-Ikone Pierre Littbarski (60), der Maradona 1986 und 1990 im WM-Finale gegenüberstand, sagte dem EXPRESS: „Ich habe diesen Spieler verehrt, das passt zum ganzen Corona-Jahr. Sehr, sehr traurig. Die Fußball-Welt verliert einen Riesen. Zu meiner Zeit war er außergewöhnlich. Er hat noch interessanter als Pelé gespielt, er war ein Ein-Mann-Entertainment. Es tat mir leid zu sehen, wie es mit ihm abwärtsging. Ich habe es mehr als Fan gesehen. Wir wollen uns die schönen Eindrücke von den Spielern ja erhalten, aber er hat sie durch seine Lebensart etwas kaputt gemacht. Er hat das Leben geliebt – und so hat er auch Fußball gespielt.“

Littbarski spielt damit auf diverse Drogen- und Alkoholexzesse an, die Maradona bereits während seiner Profi-Karriere begleiteten. Erst vor wenigen Wochen hatte sich Maradona einer Gehirn-Operation unterzogen, anschließend hatten ihm die Ärzte zu einer neuerlichen Entzugskur geraten.

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Köln-Keeper Toni Schumacher (r.) und Argentinien-Star Diego Maradona standen sich im WM-Finale am 29. Juni 1986 in Mexiko-Stadt gegenüber.

Ex-FC-Keeper Toni Schumacher (66), im WM-Finale 1986 im Tor der deutschen Nationalmannschaft, sagte dem EXPRESS: „Diego war ein Genie und Magier. Auf dieser Bühne konnte ihn zu meiner Zeit keiner schlagen. Gegen ihn im Finale 1986 zu spielen, war ein großartiges Erlebnis. Ich trauere mit Argentinien und der gesamten Fußball-Welt um die Hand Gottes.“

Karl-Heinz Thielen (80), ehemaliger Profi des 1. FC Köln, Ex-Nationalspieler und Argentinien-Kenner, meinte gegenüber dem EXPRESS: „Die Argentinier haben ihn alle geliebt, sie lieben ihn mehr als Messi. Was ich nicht verstehe, aber er ist Weltmeister geworden, das stellt alles in den Schatten. Die Argentinier haben ihm alles verziehen, egal, was er gemacht hat. Er war das Gegenteil von Franz Beckenbauer was Seriosität angeht. Mit Neapel hat er mal gegen Bremen gespielt, er hat beim Warmmachen Kunststücke gemacht, es war unglaublich, was er mit dem Ball konnte. Mein Friseur redet noch heute davon. Im Vergleich mit Pelé wird immer gesagt, Pelé sei das Positive schlechthin gewesen. Überall eingeladen, bei Maradona war das anders, wegen seines Lebenswandels. Ein solcher Könner ist immer Vorbild, aus diesem Grund muss er sich als Vorbild darstellen. Das ist das Einzige, was ich bedaure, dass er das nicht gemacht hat.“

Ex-FC-Stürmer Toni Polster (56) spielte in der Serie A gegen Maradona. Er sagte: „Auf einer Stufe mit Messi, Ronaldo, Cruyff, Beckenbauer, Pelé. Er war immer sehr nett zu mir, ich hatte gehofft dass er seine gesundheitlichen Probleme noch in den Griff bekommt. Dem war leider dann nicht so.“

Pelé reagiert geschockt auf Tod Diego Maradonas

Und auch Brasilien-Legende Pelé meldete sich zu Wort. „Welch eine traurige Nachricht! Ich habe einen einmaligen Gefährten verloren, die Welt eine Legende. Eines Tages spielen wir hoffentlich gemeinsam Fußball im Himmel“, sagte der dreifache Weltmeister.

Englands Ex-Nationalspieler Gary Lineker (59), im legendären WM-Viertelfinale bei der Geburt des Mythos um die „Hand Gottes“ auf dem Rasen dabei, schrieb: „Mit einigem Abstand der beste Spieler meiner Generation. Nach einem segensreichen, aber auch schwierigen Leben ruht er hoffentlich sanft in Gottes Händen.“ (mk, kos)

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