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Bittere Pokal-Pleiten Diese Niederlagen blieben den FC-Fans in besonders schlechter Erinnerung

Der Kölner Alexander Voigt (l.) und der Leverkusener Zoltan Sebescen (r.) kämpfen beim DFB-Pokal-Halbfinalspiel um den Ball

Im Halbfinale des DFB-Pokals traf am 5. März 2002 Bayer Leverkusen auf den 1. FC Köln – mit keinem glücklichen Ende für die Domstädter. Das Foto zeigt Alexander Voigt (l.) und Zoltan Sebescen.

Die erste Runde des DFB-Pokals steht an – und die Vorfreude bei Fans und Spielern des 1. FC Köln steigt. Allerdings hat der Verein nicht nur positive Erfahrungen im Pokal gemacht.

Die großen Erfolge des 1. FC Köln im DFB-Pokal liegen schon Jahrzehnte zurück. Viermal hat sich der FC den goldenen Pokal geschnappt: 1968, 1977, 1978 und 1983. 

Schöne Momente, an die viele Anhängerinnen und Anhänger des Vereins gerne zurückdenken. Ebenso in Erinnerung sind aber auch die dunklen Stunden im DFB-Pokal geblieben ...

Besonders enttäuschend waren Pokal-Niederlagen für die Fans des 1. FC Köln immer dann, wenn Endspiele verloren wurden, Duelle mit Lokalrivalen in die Hose gingen oder ihr Klub gegen vermeintliche Underdogs ausschied.

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an DFB-Pokalspielen, die für den 1. FC Köln ausgesprochen bitter waren.

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DFB-Pokal: Florian Kainz' doppelter Elfmeter gegen den HSV

Im Achtelfinale des DFB-Pokals musste der 1. FC Köln am 18. Januar 2022 zu Hause gegen den Hamburger SV ran. Nachdem es 90 Minuten lang 0:0 gestanden hatte, ging es in die Verlängerung – und der HSV sorgte durch einen frühen Treffer von Robert Glatzel scheinbar für den Endstand.

Doch der FC bäumte sich in der Nachspielzeit der Verlängerung noch einmal auf und bekam für einen Trikotzupfer von Hamburgs Sebastian Schonlau einen Strafstoß. Der gefoulte Anthony Modeste trat in der 122. Spielminute an – und traf! 1:1. Entsprechend ging es ins Elfmeterschießen.

Doch die Glücksgöttin Fortuna war nicht länger auf der Seite des FC: Beim Stand von 3:2 für den HSV trat Kölns Florian Kainz an – und versenkte den Ball zielsicher im Gehäuse. Schiri Daniel Schlager wertete den Elfer allerdings als Fehlversuch!

Schiedsrichter Daniel Schlager (l) tröstet Florian Kainz, der bei seinem Elfmeter den Ball zwei Mal berührt hatte, rechts steht Kölns Torwart Marvin Schwäbe.

Tröstende Worte vom Schiedsrichter Daniel Schlager: Florian Kainz vom 1. FC Köln versteht die Welt nicht mehr. Auch Marvin Schwäbe ist enttäuscht. Das Foto ist vom 18. Januar 2022.

Der Grund: Ein Doppelkontakt des Balls. Kainz war bei der Ausführung mit dem linken Fuß weggerutscht und berührte das Leder beim Schießen mit beiden Füßen. Der aberkannte Elfmeter bedeutete das Pokal-Aus für Köln. Die Fassungslosigkeit stand nicht nur dem Österreicher ins Gesicht geschrieben.

1. FC Köln: Das verlorene Pokal-Halbfinale in Leverkusen

Aus „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ wurde nichts: Im Halbfinale der Pokal-Saison 2001/2002 unterlag der 1. FC Köln trotz harten Kampfes im benachbarten Leverkusen mit 1:3 nach Verlängerung. Das Endspiel fand entsprechend ohne den FC statt.

Zur Erleichterung nicht weniger FC-Fans vermasselte Bayer Leverkusen neben der sicher geglaubten ersten Meisterschaft und dem verlorenen Endspiel der Champions League im Anschluss das Finale im Berliner Olympiastadion. Das Finalspiel gegen den FC Schalke 04 endete mit 4:2 für Königsblau.

DFB-Pokal: Der FC verliert gegen Werder Bremen II

Die erste Pokalrunde in der Saison 2007/2008 ist wohl keinem Kölner in guter Erinnerung geblieben: Am 5. August 2007 blamierte sich die FC-Mannschaft von Trainer Christoph Daum gegen den SV Werder Bremen II. 

Obwohl der 1. FC Köln nach 24 Minuten bereits mit 2:0 in Führung lag, ließen sich die Geißböcke das Heft noch aus der Hand nehmen. In der Verlängerung – beim Stand von 2:2 – verursachte FC-Verteidiger Sebastian Nickenig einen Handelfmeter und bekam dafür seine zweite Gelbe Karte. 

Tobias Nickenig vom 1. FC Köln geht enttäuscht davon während Bremen II jubelt.

Unglücksrabe: Tobias Nickenig verschuldet im Spiel bei Werder Bremen II einen Handelfmeter und muss vom Platz. Das Foto ist vom 5. August 2007.

Auf den verwandelten Handelfmeter zum 3:2 folgte kurz vor Ende noch ein weiterer Treffer für die Bremer. Endstand: 4:2 für die Truppe aus der Regionalliga Nord (damals noch die dritthöchste Spielklasse). Auf dem Platz bei der Werder-Reserve: Martin Harnik und der damals erst 19-jährige Max Kruse.

1. FC Köln: Pierre Littbarski vergibt seinen Elfmeter im Finale

Schlechte Erfahrungen hat der 1. FC Köln aber auch mit der Profi-Mannschaft des SV Werder Bremen gemacht. Beide Teams trafen im Pokalfinale 1991 aufeinander, das für die Rheinländer schmerzhaft endete.

Die Partie im Olympiastadion ging bis ins Elfmeterschießen. Während Andrzej Rudy und Weltmeister Pierre Littbarski ihre Elfmeter für den FC vergaben, verfehlte bei Werder lediglich einer: Der Ex-Kölner Klaus Allofs.

Dem SVW reichte das zum Sieg und der Verein durfte im Folgejahr im Europapokal der Pokalsieger mitmischen. Dort kämpfte sich Werder bis ins Finale und bezwang darin die AS Monaco...

DFB-Pokal: Köln verliert bei Jahn Regensburg

Das Duell zwischen dem SSV Jahn Regensburg und dem 1. FC Köln gab es bereits im Februar 2021. Durch einen Blitzstart durch Ismail Jakobs und Emmanuel Dennis ging der FC mit 2:0 in Führung – und ließ sich wie gegen Werder Bremen II noch die Butter vom Brot nehmen.

Nicht ganz unbeteiligt daran war aber auch das Schiedsrichter-Team: Das von Benno Schmitz per Kopf erzielte 3:1 wurde dem FC wieder entzogen, weil der VAR Flankengeber Ondrej Duda zuvor im Abseits gesehen hatte, obwohl der Ball auf Duda von einem Regensburger gekommen war ...

Die Mannschaft von Köln geht nach dem verlorenen Spiel bei Jahn Regensburg enttäuscht vom Platz.

Hängende Köpfe: Die Spieler des 1. FC Köln haben ihr Pokalspiel im Jahnstadion verloren. Das Foto ist vom 3. Februar 2019.

Das Spiel ging beim Stande von 2:2 ins Elfmeterschießen, in dem sich der Jahn – aufgrund der verschossenen Elfer der FC-Verteidiger Jorge Meré und Jannes Horn – durchsetzen konnte. 

1. FC Köln: Die Geißböcke verlieren das Pokalfinale gegen die Fohlen

Ausgerechnet dem Rivalen Borussia Mönchengladbach unterlag der 1. FC Köln im Pokalfinale der Spielzeit 1972/1973. Beim Spiel wechselte sich Gladbachs Günther Netzer, der zuvor seinen Abgang zu Real Madrid bekannt gegeben hatte, in der Verlängerung selbst ein.

Direkt mit seiner zweiten Ballberührung erzielte Netzer das 2:1 zugunsten der Fohlen, die Geißböcke konnten anschließend nicht mehr ausgleichen. Trainer beim 1. FC Köln war damals Rudi Schlott, auf dem Feld standen unter anderem Bernd Cullmann, Hannes Löhr und der spätere FC-Präsident Wolfgang Overath.

Ein kleiner Trost: In der besagten Spielzeit schnitt der FC in der Bundesliga besser als ab die Gladbacher. Köln stand am Ende auf Platz zwei, die Elf von Hennes Weisweiler auf Platz fünf.

DFB-Pokal: Dem 1. FC Köln wird neue Regel zur Verhängnis

In der Saison 1971/72 hat der FC das Halbfinale des DFB-Pokals mit 4:1 gegen den FC Schalke 04 gewonnen – und ist trotz dieses Ergebnisses ausgeschieden! Aber warum?

Der Grund: In diesem Jahr gab es erstmals im Pokal ein Hin- und Rückspiel. Zum Leidwesen der 1. FC Köln ...

Im Rückspiel in der Gelsenkirchener Glückauf-Kampfbahn stand es nach Ende der regulären Spielzeit 5:2 für Schalke, weswegen die Partie in die Verlängerung ging. Weil in der Verlängerung kein Tor mehr fiel, mussten beide Teams ins Elfmeterschießen. Der Sieger hieß: S04.

Nach der Spielzeit 1972/73 wurde der Modus, der Hin- und Rückspiel vorsah, wieder abgeschafft.

1. FC Köln: Der Pokal-Schock von Saarbrücken

Oktober 2019: Trotz eines 0:2-Rückstands fand der 1. FC Köln bei der DFB-Pokal-Partie in Saarbrücken wieder zurück. Simon Terodde schoss in der 84. Minute den wichtigen Ausgleichstreffer. Die Freude beim FC-Anhang hielt allerdings nur kurz: Noch vor dem Schlusspfiff musste Köln-Keeper Timo Horn noch einen Gegentreffer einstecken. Endstand 3:2 für den 1. FC Saarbrücken.

Für Saarbrückens Torschützen Christopher Schorch, der zuvor auch mal in Köln unter Vertrag gestanden hatte, war es ein rundum perfekter Tag. Für den FC bedeutete die Auswärtsniederlage das Zweitrunden-Aus.

Die Spieler des 1. FC Köln lassen die Köpfe hängen, die Saarbrücken-Fans zünden Pyrotechnik.

Was für eine Schlappe: Der 1. FC Köln verliert in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals am 29. Oktober 2019 beim 1. FC Saarbrücken.

Für die Saarländer, ausgerechnet vom ehemaligen FC-Liebling Dirk Lottner trainiert, endete die Pokalreise erst im Halbfinale mit einer 0:3-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen.

Der 1. FC Köln unterliegt im DFB-Pokal-Finale dem VfB Stuttgart

Auch bitter war das DFB-Pokalendspiel 1953/1954: Der damals noch junge 1. FC Köln spielte vor 60.000 Zuschauerinnen und Zuschauern im Südweststadion gegen den VfB Stuttgart

Über 90 Minuten schlug sich der FC wacker, in der Verlängerung fiel dann allerdings das 1:0 für die Schwaben. Stuttgart brachte den Vorsprung über die Zielgerade.

In der Folgespielzeit 1954/55 endete die Pokal-Tour des 1. FC Köln ebenfalls bitter – allerdings bereits im Achtelfinale: Gegen den 1. FC Kaiserslautern gingen die Kölner mit einem deftigen 0:7 auf dem Betzenberg baden.

Während der FCK mit den vier deutschen Weltmeistern Werner Liebrich, Werner Kohlmeyer sowie Fritz und Ottmar Walter auflief, stand für Köln nur ein Weltmeister auf dem Platz: Paul Mebus.

Der 1. FC Köln kassiert seine höchste DFB-Pokal-Pleite aller Zeiten

Eine ähnlich schmerzvolle Tracht Prügel wie gegen Lautern erhielt der 1. FC Köln vom FC Bayern München – und zwar im Viertelfinale der Pokalsaison 2002/2003.

Im Münchner Olympiastadion musste FC-Schlussmann Markus Pröll den Ball ganze achtmal aus dem Netz holen. Endstand: 8:0 für die Hausherren. Für den 1. FC Köln war es (und ist es noch heute) die höchste DFB-Pokal-Niederlage seiner Geschichte.

Auf der Anzeigetafel im Olympiastadion sind die Bayern-Torschützen namentlich aufgeführt: Giovanne Elber mir drei Treffern, Bastian Schweinsteiger mit zwei Treffern, Owen Hargreaves, Willy Sagnol und Zé Roberto mit je einem Treffer.

Die Anzeigetafel des Münchner Olympiastadions spricht Bände: 8:0 fertigten die Bayern den 1. FC Köln am 4. Februar 2003 ab.

Noch frostiger als die Stimmung beim 1. FC Köln war damals nur die Kulisse: Am Abend des 4. Februar 2003 fanden sich dank eisiger Temperaturen und Schnees lediglich 13.000 Zuschauerinnen und Zuschauer im frostigen Olympiastadion ein.

Dass Köln-Coach Friedhelm Funkel trotz der Eiseskälte während des Spiels nicht ein einziges einmal auswechselte, wirkte wie eine zusätzliche Bestrafung seiner Startelf-Spieler.

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