„Gar nicht mitbekommen“Wagner lernt bei letztem DAZN-Einsatz noch was – und macht kurioses Angebot

Sandro Wagner als TV-Experte bei einem Spiel.

Sandro Wagner, hier am 8. März 2023, hört bei DAZN als Experte auf.

Beim Spiel zwischen Freiburg und Wolfsburg verabschiedet sich Sandro Wagner von DAZN. Nicht, ohne ein letztes Mal für Diskussionen zu sorgen.

Mit dem 2:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg im letzten Freitagsspiel der laufenden Bundesliga-Saison hat der SC Freiburg seine Chancen auf die Champions League gewahrt. Kurioserweise gab es nur einen Tag zuvor das gleiche Duell, allerdings bei den Frauen.

Im Finale des DFB-Pokals hatte am Donnerstag (18. Mai 2023) der VfL Wolfsburg die Nase vorn, siegte mit 4:1. Die „Wölfinnen“ durften zum neunten Mal in Folge den Pokal in die Höhe recken. 

Sandro Wagner über Frauen-Finale: „Okay, gar nicht mitbekommen“

An einem ging das Spiel allerdings komplett vorbei: Sandro Wagner (35). Der ehemalige Nationalspieler und heutige TV-Experte war am Freitag (19. Mai) als DAZN-Experte in Freiburg im Einsatz – übrigens zum letzten Mal, denn der Ex-Profi wechselt zur kommenden Saison fest zum ZDF.

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Als Kommentator Jan Platte während des Spiels der Freiburger Männer gegen Wolfsburg erwähnte, dass die Frauen des SC einen Tag zuvor um den Titel im DFB-Pokal gespielt hatten, war Wagner baff. „Okay, gar nicht mitbekommen“, erwiderte er.

Darüber, ob ein Fußball-Experte wissen müsse, wer im Frauen-Pokalfinale stand, wurde danach eifrig diskutiert. Unter einem Instagram-Post mit Wagners Zitat von „Fums“ meldete sich Jörg Dahlmann (64) zu Wort. „Niemand sollte irgendwozu gezwungen werden. Das ist nun einmal die Freiheit, in der wir leben ...“, kommentierte der langjährige Fußball-Kommentator.

Als ihm einige Userinnen und User widersprachen und ihre Meinung formulierten, Wagner hätte als Experte zumindest wissen müssen, wer im Frauen-Finale stand, antwortete Dahlmann: „Aber er ist doch Experte (und zwar ein extrem guter) für Männerfußball. Für Frauenfußball wird er nicht eingesetzt. Und es ist sein Recht, sich nicht dafür zu interessieren.“

Den Instagram-Post sehen Sie hier:

Das Finale der Frauen fand im Kölner Rhein-Energie-Stadion erstmals vor ausverkauftem Haus statt: 44.808 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten für einen Fan-Rekord. Am Fernseher schalteten am Donnerstagnachmittag in der ARD 1,57 Millionen Menschen ein. Am sonnigen Feiertag bedeutete das immerhin einen Marktanteil von 13,6 Prozent.

In Freiburg sahen am Freitag 33.300 Fans, wie sich Nils Petersen (34) einen perfekten Heim-Abschied bescherte. Der Stürmer, der seine Karriere im Sommer beendet, traf zum 2:0-Endstand.

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Nach dem Spiel machte ihm Wagner ein Job-Angebot: „Hier wird ein Platz frei“, sagte Wagner. „Ich glaube, du könntest das gut. Du analysierst gut, du bist ein guter Typ, du passt hier gut rein. Also kannst du hier gerne übernehmen.“

Petersens Antwort: „Das sind krasse Fußstapfen!“ Doch offenbar kann er sich den Experten-Job grundsätzlich vorstellen: „Warum nicht, warum nicht.“ Eines zumindest hätte Petersen seinem ehemaligen Stürmer-Kollegen voraus. Dass das Frauenteam seines Vereins im DFB-Pokal-Finale stand, wird er ganz sicher mitbekommen haben. (are)