„Hat mich gekillt“ Leipzig-Star schießt heftig gegen City-Trainer Guardiola

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Angeliño (l.) am 3. Februar mit seinen Leipziger Teamkollegen Amadou Haidara (m.) und Yussuf Poulsen (r.) im DFB-Pokal-Spiel gegen den VfL Bochum.

Leipzig – Für nicht wenige Menschen auf diesem Planeten gilt Pep Guardiola (50) als der beste Trainer überhaupt. Ex-City-Spieler und Leipzig-Star Angeliño (24) hingegen hält allerdings nicht viel auf seinen ehemaligen Coach – und äußerte sich dazu am Mittwoch (24. Februar) ungewohnt offen.

  • Angeliño übt heftige Kritik an Pep Guardiola
  • Bei Manchester City bekam Angeliño keine Chance unter Guardiola
  • Bei RB Leipzig ist er jetzt Top-Scorer

„Es gibt einen großen Unterschied zwischen den beiden Trainern. Der eine hat mir Vertrauen gegeben und mich spielen lassen, der andere nicht. Man braucht Mut, und Julian hatte ihn“, sagte der spanische Verteidiger über Guardiola und seinen aktuellen Coach Julian Nagelsmann (33).

Angeliño: „Ich wurde nach zwei Testspielen beurteilt“

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Bereits mit 13 Jahren war der Spanier in die Jugend von City gewechselt. Nach zig Ausleihen fühlte er sich im Sommer 2019 bereit für die Premier League – und bekam keine Chance. „Es hat mich gekillt. Selbstvertrauen ist alles, und ich wurde nach zwei Testspielen beurteilt“, erinnerte sich der Spanier. Zwei Monate habe er danach auf seine Chance warten müssen.

Im Winter 2020 kam schließlich die Anfrage von RB Leipzig und Angeliño ergriff die Chance. „Ich hatte bei Pep ja sechs Monate Ferien. Das will ich nicht noch einmal. Ich bin dankbar, dass ich hier in Leipzig so oft spielen darf“, sagte der frühere U21-Nationalspieler. Dabei unterstrich er den menschlichen Ansatz Nagelsmanns: „Sein Umgang mit den Spielern ist sehr direkt und er ist sehr nah dran. Er hat meiner Karriere einen massiven Schub gegeben und so sehr an mich geglaubt. Das möchte ich nun zurückzahlen.“

Angeliño ist offiziell noch bis zum Saisonende von Manchester City ausgeliehen. Allerdings griff Mitte Februar eine Kaufpflicht für den 24-Jährigen, der bei RB einen Vertrag bis 2025 erhält. Die Ablöse soll insgesamt bei 20 Millionen Euro liegen. Angeblich soll Manchester City eine Rückkaufmöglichkeit für 60 Millionen Euro haben. Nach den jüngsten Worten des Profis dürfte sich das aber zumindest in der Amtszeit von Guardiola erledigt haben.

Angeliño traut Julian Nagelsmann viel zu

Der Spanier hob zudem das Potenzial von Nagelsmann heraus und prophezeite dem Trainer eine große Zukunft. „Er kann überall Trainer sein, es gibt nicht viele wie ihn“, sagte Angeliño. „Er hat jetzt schon ein sehr gutes Team, aber stellt euch einmal vor, er hätte noch bessere Spieler. Taktisch hat er für die Gegner immer den richtigen Schlüssel.“

Der Erfolg von Leipzig und Nagelsmann ist auch eng mit Angeliño verknüpft. Dank seiner Hybrid-Position auf der linken Seite ist er mit vier Toren und sechs Vorlagen bester Bundesliga-Scorer des Tabellenzweiten. Allerdings spürt der 1,71 Meter kleine Glatzkopf auch, dass es schwieriger geworden ist. „Die Gegner haben sich auf mein Spiel eingestellt und machen mehr Druck auf meiner Seite. Aber das ist in Ordnung, denn so haben wir mehr Freiheiten auf der anderen Seite“, sagte Angeliño.

Am Samstag (18.30 Uhr, Sky) soll gegen Borussia Mönchengladbach die Jagd auf Spitzenreiter Bayern München fortgesetzt werden. Auch da hat Angeliño noch eine Rechnung offen. Schließlich ging das Hinspiel 0:1 verloren. Und verlieren mag ein stolzer Galizier überhaupt nicht. (dpa/eha)

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