„Bundesweit vernetzter Fachmann‘“ Peter Neururer hat neuen Job bei Traditionsklub

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Peter Neururer, hier im August 2020 bei einer Pressekonferenz der Vereinigung der Vertragsfußballer (VdV), ist neues Vorstandsmitglied beim Wuppertaler SV.

Wuppertal – Knapp zwei Jahre ist es her, dass Peter Neururer (66) beim damals krisengeschüttelten Regionalligisten Wattenscheid 09 als Sportlicher Leiter arbeitete. Jetzt hat der Kult-Trainer noch einmal einen neuen Job bei einem ehemaligen Bundesligisten – allerdings nicht an der Seitenlinie, sondern erneut hinter den Kulissen.

  • Peter Neururer mit neuem Job bei Traditionsverein
  • Peter Neururer wird Vorstandsmitglied beim Wuppertaler SV
  • Neururer arbeitete zuletzt bei der SG Wattenscheid 09

Am Dienstag (11. Mai 2021) fiel die Entscheidung darüber, dass Vertragsfußballspieler (VdV), einen Posten als Vorstand antritt.

Peter Neururer neuer Vorstand beim Wuppertaler SV

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„Peter Neururer ist ein bundesweit bekannter und vernetzter Fachmann, der das ‚Fußball-Geschäft‘ in all seinen Facetten kennt und der somit dem Verein auf unterschiedlichen Feldern helfen und diesen weiterentwickeln kann“, teilte der Verein mit. Seine Schwerpunkte sollten die Bereiche Sport, Marketing und Kommunikation sein.

Neururer hatte den Job im Vorfeld als „interessante Aufgabe als Sportvorstand bei einem ehemaligen Bundesligisten“ bezeichnet, wie „Sport1“ berichtete. Der 66-Jährige, der unter anderem den FC Schalke 04, Hertha BSC und den 1. FC Köln trainierte, war zuletzt bis August 2019 als Sportlicher Leiter beim Viertligisten SG Wattenscheid 09 tätig.

Neben Neururer rückt auch Dr. Jochen Leonhardt in den Vorstand, der für die Bereiche Betriebswirtschaft und Finanzen zuständig sein wird.

Peter Neururer Kandidat für den Vorstand beim Wuppertaler SV

Am Samstag informierte der Wuppertaler SV darüber, dass Neururer als einer von zwei neuen Vorständen für eine Aufstockung der Führungsebene des Vereins sorgen soll.

Neururer stand bereits seit Saisonbeginn mit dem Verein in Verbindung: Er ist Vertreter der Stölting GmbH, dem aktuellen Wuppertaler Trikotsponsor. Vor einem Monat hatte er sich in einem Interview mit der „Wuppertaler Rundschau“ noch enttäuscht über den Verlauf des Engagements gezeigt.

Angesprochen auf seine Bilanz sagte Neururer: „Ich bin ja ehrlich, und deshalb muss ich sagen: Sie fällt schlecht aus. Vielleicht habe ich da einen Fehler gemacht.“ Er kritisierte besonders das Fehlen weiterer Unterstützer aus der lokalen Wirtschaft: „Wuppertal hat ja viele namhafte Unternehmen. Geschehen ist aber sehr wenig, da kam leider gar nichts.“

Peter Neururer mit Kehrtwende bei Vorstandsposten beim Wuppertaler SV

Schon damals forderte Neururer eine Aufstockung des bislang mit nur zwei Personen besetzten Vorstands, hielt sich mit Blick auf seine eigene Verfügbarkeit aber bedeckt: „Grundsätzlich müssen erst einmal ein Gesamtkonzept und ein realistisches Ziel her. So etwas wie in Wattenscheid, wo sich nach einer Woche herausstellte, dass die Versprechungen nicht eingehalten werden, tue ich mir nicht mehr an.“

Wattenscheid hatte sich in der Saison 2019/2020 wegen finanzieller Probleme aus dem laufenden Spielbetrieb in der Regionalliga West zurückgezogen. Peter Neururer beklagte dabei, dass ihm bei den Gesprächen vor seiner Einstellung deutlich beschönigte Verhältnisse aufgezeigt worden waren.

In Wuppertal dürfte es zumindest nicht an der Vertrauensbasis mangeln: Neururer ist enger Vertrauter von Großsponsor Friedhelm Runge (82), der sich die Kompetenzen des erfahrenen Ex-Trainers zunutze machen will. Gemeinsam mit Runge hatte der frühere Bundesliga-Trainer zuletzt auch schon ein Heimspiel des Klubs im Stadion am Zoo besucht. (bc)

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