Pierre Littbarski ist zwei Wochen nach dem WM-Aus noch immer sauer auf Julian Nagelsmann. Das machte er im Sport1-„Doppelpass“ deutlich.
„Spieler schwach gemacht“Litti tobt wegen Nagelsmann und zweifelt an Schweini

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Pierre Littbarski äußerte sich im Sport1-„Doppelpass“ zur Zukunft der Nationalmannschaft.

Das frühe WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft wirkt nach. Im Sport1-„Doppelpass“ redete sich Italien-Weltmeister Pierre Littbarski auch rund zwei Wochen nach der Pleite der DFB-Elf gegen Paraguay noch in Rage.
Der frühere Profi des 1. FC Köln fand deutliche Worte für Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann. Immerhin: Die Wahl von Jürgen Klopp als Nachfolger hält Litti für die richtige.
Littbarski: „Mit Work-Life-Balance kann ich nicht Weltmeister werden“
An Nagelsmann störte Littbarski unter anderem, dass er wenig Präsenz zwischen den Länderspielphasen gezeigt habe. „Der Austausch mit den Vereinstrainern, die Vorbereitung, Turniere zu schauen. Nagelsmann hat weder Asien-Cup geguckt, der hat sich nicht die Klubweltmeisterschaften angeguckt, Südamerika, Afrika-Cup, nix“, schimpfte Littbarski. „Mit Work-Life-Balance kann ich nicht Weltmeister werden. Das ist einfach nicht so. Der Trainer muss es vorleben. Und Klopp wird es vorleben.“
Zudem verspricht sich Littbarski von Klopp, dass unter ihm die Schlüsselspieler wieder besser performen werden. „Wir müssen unsere Säulen wieder stark machen“, forderte er. „Ich hatte nie den Eindruck, dass der Trainer die Spieler, die für uns wichtig waren, stark gemacht hat. Kimmich zum Beispiel. Der wurde hin- und hergeschoben.“
Nagelsmann habe, ganz im Gegenteil, „die Spieler schwach gemacht. Weil er keine konsequente Aufstellung und keine klaren Ansagen hatte“, so Litti. „Die Nationalmannschaft ist ja kein Versuchsballon.“
Klopp alleine wird aber keine Wunder bewirken können, auch rund um den neuen Bundestrainer muss sich etwas verändern. Per Mertesacker wird seit Tagen als möglicher Nachfolger von Andreas Rettig gehandelt. Kommen weitere Weltmeister von 2014 für einen Job beim DFB infrage?
Bastian Schweinsteiger hatte zumindest grundsätzlich seine Bereitschaft signalisiert, ohne dabei aber konkret zu werden. „Natürlich würde ich mich nicht drücken vor einer Verantwortung, so bin ich eigentlich grundsätzlich nicht“, hatte der ARD-Experte auf Nachfrage seiner Kollegin Esther Sedlaczek gesagt.
Bei Schweini ist Littbarski aber skeptisch. „Ich weiß nicht, ob er zu denjenigen gehört, die für die tägliche Arbeit gemacht sind“, so der Ex-Profi.
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Sollte Per Mertesacker einen Posten beim DFB bekleiden?
Der frühere Nationalspieler Stefan Reuter betonte: „Für mich ist ganz entscheidend, wenn du eine Aufgabe annimmst, dann musst du es leben. Und das rund um die Uhr. Dann bist du da drin in der Mühle und dann ist das dein Fokus. Und das wird ganz wesentlich sein, dass die sich dessen bewusst sind, dass das kein Job ist, den du in zwei, drei Tagen die Woche machen kannst, sondern dass du da jeden Tag gefordert bist und dir jeden Tag Gedanken machst: Was kann ich machen, um meinen Teil beizutragen, um den deutschen Fußball wieder erfolgreich zu machen?“

