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Köln war er zu teuerFC-Kandidat vor Bundesliga-Abgang

Damion Downs winkt in England ein neuer Mitspieler, mit dem in diesem Sommer auch der 1. FC Köln in Verbindung gebracht wurde. Der Preis war letztlich das entscheidende Hindernis.

Für die insgesamt zehn Sommer-Transfers griff Thomas Kessler (39) beim 1. FC Köln tief in die Tasche. Der eine oder andere am Geißbockheim gehandelte Kandidat war dem Sportdirektor dann aber doch zu teuer.

Rav van den Berg (21) war mit einer Ablöse von acht Millionen Euro letztlich der kostspieligste FC-Transfer. Dass der niederländische Abwehrspieler damit zum viertteuersten Neuzugang der Klub-Geschichte aufstieg, macht schon deutlich: Summen im hohen siebenstelligen Bereich sind in Köln längst nicht selbstverständlich.

Léo Scienza wechselt zu FC-Abgang

Entsprechend kompliziert waren auch die Verhandlungen um Bundesliga-Brasilianer Léo Scienza (26). Der Standard-Spezialist vom 1. FC Heidenheim war vor gut einem Monat von Sky ins Gespräch gebracht worden, heißer wurde das Gerücht in der Folge aber nicht mehr.

Kessler soll damals eine Leihe angestrebt, Heidenheim nur einen Verkauf in Betracht gezogen haben. Dieser Plan geht auf der Zielgeraden des Transferfensters jetzt offenbar auf – zu Konditionen, die deutlich machen, warum der FC seine Bemühungen am Ende nicht intensivierte.

Laut „Kicker“ hat der englische Zweitligist FC Southampton am Sonntag (31. August 2025) ein Angebot zwischen acht und neun Millionen Euro beim FCH abgegeben. Die Schmerzgrenze des Klubs ist damit offenbar erreicht, der Deal könnte am Deadline Day noch über die Bühne gehen.

Scienza selbst hatte zehn Tage zuvor ein Bekenntnis zu seinem aktuellen Klub vermieden. „Ich denke nicht so viel darüber nach. Natürlich ehrt mich das, wenn Interesse da ist. Das bedeutet, dass du irgendwas richtig machst“, sagte der Kreativspieler und stellte klar: „Ich bin immer offen und mache keine Türen zu.“

Léo Scienza vom 1. FC Heidenheim bei einem TV-Interview.

Léo Scienza, hier am 23. August 2025 nach seinem womöglich letzten Heimspiel im Trikot des 1. FC Heidenheim.

Erstliga-Absteiger Southampton hat den deutschen Fußball auf seiner Scouting-Liste offenbar längst als bevorzugtes Jagdgebiet auserkoren: Aus Köln kam Damion Downs (21) für acht Millionen Euro, aus Nürnberg Caspar Jander (22) für zwölf Millionen Euro.

Scienza könnte das Trio jetzt komplettieren und die Gesamt-Kosten auf knapp 30 Millionen Euro anwachsen lassen. Dass in Johannes Spors (43) ein Deutscher für die Kaderplanung der Saints verantwortlich ist, überrascht mit Blick auf diese Transfer-Tendenz nicht wirklich.

Heidenheim muss derweil auf den letzten Drücker noch Verstärkung für die Offensive finden, nachdem für hinten links Leart Pacarada (30) für kleines Geld vom FC verpflichtet worden war. Nachdem Scienza schon lange als Wechselkandidat gegolten hatte, dürften mögliche Nachfolge-Lösungen im Hintergrund aber bereits vorbereitet worden sein.