Bei DFB-Aus Trotz Abschieds-Klausel: Löw verzichtete nach Rücktritt freiwillig auf Geld

Joachim Löw sitzt bei einer Pressekonferenz am Rednerpult.

Joachim Löw am 30. Juni 2021 bei seinem letzten Auftritt als Bundestrainer im Anschluss an das deutsche EM-Aus gegen England.

Die Trennung zwischen dem DFB und Bundestrainer Joachim Löw ging nach 17 gemeinsamen Jahren friedlich über die Bühne. Löw soll bei seinem Rücktritt sogar auf Geld und eine Klausel verzichtet haben.

Wolfsburg. Joachim Löw (61) kündigte bereits im März 2021 an, nach der im Sommer stattfindenden Europameisterschaft als Bundestrainer beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) Schluss zu machen. Dafür soll der 61-Jährige sogar auf Geld verzichtet haben.

Da Joachim Löw trotz gültigen Vertrags bis 2022 bereits vorzeitig ankündigte, dass er nicht über den Juli 2021 hinaus Bundestrainer bleiben wird, habe er laut Informationen der „Sport Bild“ vom Mittwoch (10. November 2021) eine Abfindung von etwas mehr als einer Million Euro erhalten. Das Salär des Weltmeister-Trainers von 2014 soll zuvor bei rund 4,5 Millionen Euro pro Jahr gelegen haben.

Joachim Löw verzichtete bei DFB-Abschied auf vereinbarte Klausel

Bei der letzten Vertragsverlängerung im Mai 2018, so das Sportblatt, sei im Kontrakt eine Klausel eingebaut worden. Diese sah demnach vor, dass sich sowohl der DFB als auch Löw nach jedem Turnier für eine vorzeitige Beendigung der Zusammenarbeit entscheiden können. Dafür wurde sich auf eine Abfindungssumme verständigt, heißt es.

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Doch da Löw nicht bis zum Ende der Europameisterschaft warten wollte, um seine Entscheidung zu verkünden, tat er dies bereits im März, trat so nach dem 0:2 im Achtelfinale gegen England zurück - und soll dadurch weitaus weniger Geld erhalten haben, als ursprünglich im Falle einer vorzeitigen Auflösung festgehalten war.

Dem 61-Jährigen sei angeblich vor allem wichtig gewesen, dass seine Co-Trainer wie Andreas Köpke, der mit Löw ebenfalls abtrat, finanziell möglichst gut wegkommen.

Joachim Löw räumte DFB mit Rückritt Zeit für Nachfolger-Suche ein

Dem DFB scheint dies indes auch ein Vorteil gewesen zu sein. Sparte der Verband Geld ein, passte auch der Zeitpunkt, um mit Hansi Flick, der zuvor seinen Abgang beim FC Bayern München verkündete, einen passenden Nachfolger für Löw zu finden.

Verabschiedet wird letzterer am Donnerstagabend (11. November 2021, 20.45 Uhr) in Wolfsburg, wenn die deutsche Nationalmannschaft im Rahmen des WM-Qualifikationsspiels gegen Liechtenstein antritt. (F.N)

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