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Nordischer Kombinierer macht ihn noch besser Die Geheimnisse von Jamal Musialas Blitz-Karriere

Jamal Musiala stoppt den Ball im Länderspiel mit der Brust.

Jamal Musiala hat den Ball beim Spiel gegen Liechtenstein am 2. September 2021 genau im Visier.

Jamal Musiala sorgt inzwischen nicht nur im Trikot des FC Bayern München für Furore. Auch bei der Nationalmannschaft setzt er immer wieder Highlights. So tickt das Top-Talent: Familie, Rituale, Trainer.

Stuttgart. Das Quäl-2:0 der Nationalmannschaft gegen Liechtenstein machte nicht wirklich Lust auf mehr. Nur ein Spieler im deutschen Trikot sorgte für etwas Fußball-Lust beim Debüt von Hansi Flick (56) als Bundestrainer: Jamal Musiala. Der 18-Jährige knüpfte an seine guten Vorstellungen beim FC Bayern an und leitete unter anderem die deutsche Führung ein.

„Wir müssen es so machen, wie Jamal beim ersten Tor mit einer hervorragenden Einzelleistung: Selbstbewusst in ein Dribbling gehen“, lobte ihn Flick. „Dass Jamal eine Qualität hat, das hat er bei Bayern München im letzten Jahr oder auch in den letzten Wochen eindrucksvoll bewiesen, und jetzt auch mit seiner Aktion bei der Vorbereitung des Tores von Timo Werner.“ Dennoch ziert sich der neue Bundestrainer noch „Bambi“ (so sein Spitzname) eine Startelf-Garantie auszusprechen. „Das müssen wir sehen, je nachdem, wie wir ins Spiel gehen wollen. Jamal ist immer eine Option.“

Bundestrainer Hansi Flick klatscht Jamal Musiala bei dessen Auswechslung ab.

Hansi Flick wechselte Jamal Musiala im Spiel gegen Liechtenstein am 2. September 2021 nach 60 Minuten aus, obwohl dieser zu den Lichtblicken gehörte.

Am Sonntag (5. September 2021) steht das Quali-Spiel gegen Armenien (20.45 Uhr, RTL) ausgerechnet in Musialas Geburtsstadt Stuttgart an. Klar, dass der Jungstar da unbedingt auflaufen möchte. Seine Mutter Carolin ist Deutsche mit polnischen Wurzeln, sein Vater Daniel stammt aus Nigeria und spielte dort höherklassig Fußball. In England ist er aufgewachsen, nachdem seine Familie nach Southampton zog, als er sieben Jahre alt war – wegen des Studiums seiner Mutter. EXPRESS.de stellt den jungen Wirbelwind vor.

Talent: In der Schule gewann er einst einen Gedichtwettbewerb. Parallel zu seiner Fußball-Leidenschaft spielte Musiala viel Schach, zudem zeichnet er gerne. Eigentlich wollte er Architekt werden. Jetzt dreht sich aber alles um Fußball. Nur den Führerschein macht er noch nebenbei. Die theoretische Prüfung hat der 18-Jährige schon bestanden. Ansonsten dreht sich alles um den Ball. Im heimischen Garten stehen Hütchen, um Dribblings zu üben, ein Rebound-Trainer sowie ein Basketballkorb. Seine Mutter Carolin sagt: „Du kannst ihm alles wegnehmen, nur nicht den Ball.“

Trainer: Ein- bis zweimal im Monat trifft sich der Bayern-Profi mit Steffen Tepel (36). Der frühere Nordische Kombinierer und Schweizer Nationaltrainer arbeitet inzwischen als Personaltrainer und kümmert sich schon ein paar Jahre um Musiala. Erste Amtshandlung: Verbesserung der reflexiven Stabilität. Der Mittelfeldspieler hat seine Körperhaltung verbessert, läuft nicht mehr so gebückt wie zu Beginn seiner Karriere. Zudem wird mit speziellem Augentraining die Reaktionsfähigkeit verbessert und alle Sinne geschärft. Musiala war immer noch im Wachstum, misst inzwischen 1,84 Meter. Seine Muskelstruktur ist wie bei einem Zehnkämpfer aufgebaut.

Der Personaltrainer Steffen Tepel, früher Nordischer Kombinierer.

Steffen Tepel arbeitet als Neuro-Athletiktrainer mit Jamal Musiala.

Ehrgeiz: In der Jugend beim FC Chelsea lernte er schnell, mit Druck umzugehen. Nicht selten verlangten die Trainer vor den Spielen eine klare Anzahl an Toren. Musiala hat extrem hohe Ansprüche an sich selbst, er will permanent liefern. In der Jugend wunderte sich seine Mutter einst, was in der Waschmaschine so klapperte. Sie hatte eine Medaille mitgewaschen, die in der Trainingsjacke steckte. Jamals Antwort: „Die habe ich bekommen, als bester Spieler. Ich fand‘ mich aber gar nicht so gut.“

Routinen: Musiala braucht feste Rituale. Vor dem Einschlafen schaut er sich Dribblings von Spielern wir Ronaldo oder Messi an, dazu hört er immer Musik. Kurz vor dem Betreten des Platzes streckt er die Arme ganz nach oben. Der Jung-Nationalspieler schläft viel, geht nie feiern und ernährt sich gesund. Ein Experte hat für ihn Rezepte erstellt, die seinem Körper guttun.

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Fan-Herz: Die Unterstützung der Anhänger bedeutet ihm viel. Seine Fanpost liest er interessiert, nach den Spielen verschenkt er meist ein Trikot an junge Anhänger auf der Tribüne. Neulich erhielt Musiala einen Brief eines Fans aus China, in dem dieser ihm schilderte, wie sehr Jamal ihn inspiriere und motiviere. Aus dem Brief ging auch hervor, dass der Fan im Rollstuhl sitzt. Das berührte den 18-Jährigen so, dass er direkt ein Trikot verschickte.

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