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Viele Parallelen zu 2018 Vor „Endspiel“ gegen Spanien: Flicks Kampf gegen die bösen Geister

Thomas Müller und Antonio Rüdiger sind enttäuscht nach dem Japan-Spiel.

Frust-Abgang: Nach der Auftakt-Niederlage bei der WM gegen Japan klatschen sich Thomas Müller und Antonio Rüdiger am 23. November 2022 ab.

Der deutschen Nationalmannschaft droht bei der WM in Katar erneut das Aus in der Vorrunde. 2018 musste das Team ebenfalls nach den Gruppenspielen nach Hause fahren. Es gibt viele Parallelen.

Bloß nicht schon wieder! In Katar fallen bei der deutschen Nationalmannschaft Parallelen zum WM-Aus vor vier Jahren in Russland auf. Der böse Geist von 2018 schwebt über dem Quartier.

Auch damals ging das erste Vorrunden-Spiel gegen einen Underdog (0:1 gegen Mexiko) in die Hose. Als Bundestrainer Hansi Flick (57) nach dem 1:2 gegen Japan auf mögliche Parallelen zum historischen WM-Vorrundenaus vor vier Jahren angesprochen wurde, bügelte er die Frage rigoros ab: „Ich war 2018 nicht dabei, das interessiert mich auch nicht. Ich blicke nach vorne.“

Thomas Müller vor Spanien-Spiel: „Situation fühlt sich nicht gut an“

Thomas Müller (32) stand damals auf dem Platz – und sieht durchaus Parallelen. „Am Ende kommt hoch, dass die Situation eine ähnliche ist. Die Situation fühlt sich nicht gut an.“ EXPRESS.de erklärt, weshalb die aktuelle Situation nicht nur vom Resultat stark an die WM 2018 erinnert.

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Politische Diskussionen im Vorfeld: Kurz vor WM-Beginn entfachte vor vier Jahren ein Bild von Ilkay Gündogan (32) und Mesut Özil (34) mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (68) heftige politische Diskussionen. Während Özil zum Foto schwieg und nach dem Turnier seinen DFB-Rücktritt verkündete, nahm Gündogan noch im Trainingslager in Südtirol Stellung.

Das Thema war trotzdem weiter omnipräsent. Abwehrspieler Niklas Süle (27) verriet jüngst in Katar, dass dieses Politikum seiner Meinung nach hauptverantwortlich für die damalige Blamage war. Dieses Jahr ist wegen des Verbots der „One-Love“-Binde eine neue Diskussion abseits des Fußballs entbrannt – und die Nationalspieler haben sie mit ihrer „Mund-zu-Geste“ weiter befeuert.

Der siebenköpfige Mannschaftsrat hat die Aktion beschlossen. Pikant: Nach EXPRESS.de-Informationen waren nicht alle DFB-Kicker davon vollends überzeugt. Allerdings standen Kapitän Manuel Neuer (36) und Leon Goretzka (28) aufgrund ihrer öffentlichen Katar-Kritik massiv unter Druck und mussten ein Zeichen liefern.

Thomas Müller aus Deutschland (r) und Marco Reus sitzen nach Spielende auf der Bank.

Frust am 27. Juni 2018 in Kasan. Damals war die WM für Deutschland (hier Marco Reus und Thomas Müller) nach dem Spiel gegen Südkorea beendet.

Öffentliche Kritik der Führungsspieler: Die Rolle des Chefkritikers Gündogan nahm in Russland Mats Hummels (32) ein. Nach der damaligen 0:1-Niederlage gegen Mexiko kritisierte der heutige Dortmunder ebenfalls das Verhalten seiner Vorderleute: „Ich spreche das intern oft an, aber das fruchtet anscheinend noch nicht.“ Wie Gündogan wollte auch Hummels mit seinen deutlichen Worten wachrütteln, bevor es zu spät ist.

Grüppchenbildung im Team: Nach dem WM-Aus 2018 sickerte durch, dass es innerhalb des Kaders Grüppchen gab. Die einen nannten sich „Kartoffeln“ um Neuer, Toni Kroos (32) oder Hummels, die anderen „Kanacken“ um Özil, Jeromé Boateng (34) oder Antonio Rüdiger (29). Es war ein Spaß mit ernstem Hintergrund.

Heute gibt es die „Oldies“ um Kapitän Neuer und Müller, die ihren Weltmeistertitel bereits in Brasilien eingefahren haben. Ihnen steht die „ungekrönte Generation“ um Joshua Kimmich (27), Serge Gnabry (27), Leon Goretzka (27) oder Leroy Sané (26) gegenüber, die nach zwei verpatzten Endrunden unbedingt zeigen will, dass sie auch mit dem DFB-Team etwas gewinnen kann. Es gibt viele Spannungen innerhalb des Kaders zwischen Defensive und Offensive, Jung und Alt sowie Top-Stars und Neulingen.

Schwache Generalprobe: Die Generalprobe vor dem Abflug nach Russland war eine Testspiel-Pleite gegen Österreich (1:2) in Klagenfurt. Trotzdem gaben sich Spieler und Verantwortliche entspannt und betonten, dass so etwas beim Turnier nicht passieren werde. Es kam bekanntlich anders. Auch die diesjährige WM-Generalprobe gegen den Oman war alles andere als souverän.

Erst ein später Treffer von Niclas Füllkrug (29) sorgte für den Sieg. Die Abwehr wackelte hier bereits bedenklich. Wahrhaben wollte das aber niemand. Sollte man bei der anstehenden Weltmeisterschaft immer 1:0 gewinnen, „juckt es mich überhaupt nicht, ob wir scheiße spielen“, erklärte der Gladbacher Jonas Hofmann (30).

Deutschland: Letzter Pflichtspielsieg gegen Spanien vor 34 Jahren

Kader-Überraschungen: Joachim Löw (62) ließ seinerzeit den aufstrebenden Flügelspieler Sané zu Hause, weil er mit dessen Einstellung nicht zufrieden war. Diesmal schaffte es Hummels nicht ins Aufgebot, obwohl er im Vergleich zu Nico Schlotterbeck (23) und Süle der formstärkste BVB-Verteidiger ist. Gegen Japan hätte er dem Spiel gutgetan.

Der letzte Pflichtspielsieg gegen Spanien gelang vor 34 (!) Jahren, das demütigende 0:6 im November 2020 hätte Löw beinahe den Job gekostet. Nun muss Flick die Dämonen von 2018 vertreiben und das drohende Aus im schwerstmöglichen „Endspiel“ gegen Spaniens Tormaschine verhindern.

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