Klare Pleite in Bremen Bärendienst-Rot bei Fortuna-Klatsche zum Zweitliga-Auftakt

Kristoffer Peterson geht nach einer Roten Karte im Spiel von Fortuna Düsseldorf vom Feld

Sah glatt Rot beim 0:3 am 15. Januar 2022 in Bremen: Fortuna-Flügelspieler Kristoffer Peterson.

Fortuna Düsseldorf hat sein erstes Zweitliga-Spiel im neuen Jahr mit 0:3 bei Werder Bremen verloren. Kristoffer Peterson sieht nach Brutalo-Grätsche die Rote Karte.

Neues Jahr, neues Glück? Pustekuchen! Fortuna Düsseldorf hat das Fußballjahr 2022 am Samstag (15. Januar 2022) mit einer deutlichen Niederlage gegen Werder Bremen begonnen. Die „Flingeraner“ taumeln damit weiter Richtung Abstiegsränge.

Vor dem Pflichtspielauftakt im neuen Jahr hatte Fortuna-Coach Christian Preußer ein neues „Zwischenziel“ ausgerufen. Man möchte so schnell wie möglich die 40-Punkte-Marke knacken, um wieder Ruhe und Planungssicherheit zu bekommen.

Fortuna Düsseldorf startet bei Werder Bremen schwach ins neue Jahr

„Damit wollen wir am Samstag auch direkt anfangen“, erklärte Preußer vor der Partie. Werder Bremen war der Wunsch nach Ruhe aber herzlich egal.

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Die Hanseaten starteten als Favorit sehr selbstbewusst in das Spiel, setzten die Fortunen von Minute eins an unter ständigen Druck. Leonardo Bittencourt, Niclas Füllkrug und Ex-Fortune Marvin Ducksch kamen immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen, da die Düsseldorfer Abwehr häufig einen Schritt zu spät war.

Dass es nach der ersten Viertelstunde noch 0:0 stand, war einzig der Bremer Ineffektivität geschuldet. Fortuna kam nur sehr selten in Ballbesitz, die Anfangsphase war von vielen Fouls auf beiden Seiten geprägt. Offensiv war von den Düsseldorfern wie schon im vergangenen Jahr wenig zu sehen.

Schwache Fortuna zur Pause torlos in Bremen

In den seltenen Ballbesitzphasen versuchte die Dreierkette hinter Stürmer Rouwen Hennings das Spiel breitzumachen, kam aber nur selten in die Nähe des gegnerischen Strafraums.

Kurz vor der Pause konnte Khaled Narey, Fortunas tragischer Held aus dem Hinspiel, nach einem langen Ball unbedrängt auf die letzte Reihe der Bremer laufen. Doch anstatt die Überzahlsituation auszunutzen und die mitgelaufenen Kollegen in Szene zu setzen, entschied sich Narey für den überhasteten Abschluss. Falsche Entscheidung, der Schussversuch wurde von Bremens Christian Groß abgeblockt.

Und so gingen die beiden Mannschaften torlos in die Halbzeitpause. Wie schon im ersten Durchgang begann Werder dominant, ließ Fortuna keinen Platz zur Entfaltung.

Platzverweis für Kristoffer Peterson wirft Fortuna Düsseldorf zurück

Nach einer knappen Stunde dann der Schock für die Düsseldorfer: Bremens Felix Agu setzte zum Sprint auf der Außenbahn an, Kristoffer Peterson kam viel zu spät und sprang seinem Kontrahenten mit beiden Beinen in die Ferse. Schiedsrichter Tobias Reichel zückte ohne langes Zögern die Rote Karte – eine harte, aber vertretbare Entscheidung.

Im Anschluss war nur noch Werder am Drücker, die Düsseldorfer kamen nicht mehr aus der eigenen Hälfte. Nach einer kurz ausgeführten Ecke der Hausherren schlug Marvin Ducksch das Spielgerät in den Strafraum, Tim Oberdorf verlor Niclas Füllkrug für eine Sekunde aus den Augen, der den Ball zur verdienten 1:0-Führung einnickte.

Die Körpersprache der Düsseldorfer im Anschluss sprach Bände. Auch Christian Preußers Einwechslungen Marcel Sobottka, Robert Bozenik und Dawid Kownacki konnten der Bremer Offensivpower nichts entgegensetzen.

Fortuna Düsseldorf nach Platzverweis wehrlos bei Werder Bremen

In der 80. Minute kombinierten sich die Hanseaten ungestört durch die Düsseldorfer Defensive. Fortunas ehemaliger Goalgetter Marvin Ducksch kam aus zehn Metern frei zum Abschluss und versenkte die Kugel im Gehäuse von Florian Kastenmeier.

In der 87. machte Werder den Deckel drauf. Der eingewechselte Florian Hartherz gab den Ball im Aufbauspiel nachlässig her, in der Mitte kam Nicklas Füllkrug ungestört zum Schuss. 3:0 Werder.

Insgesamt 17 Torschüsse konnten die Bremer nach 90 Minuten aufweisen, Düsseldorf hingegen nur vier. Ein entspannter Nachmittag für Werders Schlussmann Jiri Pavlenka. Auch wenn Fortunas Vorstand Klaus Allofs seinem Trainer vor dem Spiel noch eine Jobgarantie aussprach, wirft die Leistung seiner Mannschaft die Frage auf, wie lange man dieses harmlose Offensivspiel noch ertragen kann.

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