Das Bild des SpieltagsAn der Eckfahne: Was küsst ein Bundesliga-Profi hier mitten im Spiel?

Das kurioseste Bild des Bundesliga-Spieltags ereignete sich am Samstag beim kleinen Revier-Derby in Bochum: Schalke-Profi Rodrigo Zalazar sorgte vor einer Ecke für Aufsehen.

Wurfgeschosse und der VfL Bochum – in der jüngeren Bundesliga-Geschichte ist das schon ein eigenes Kapitel wert. Erst vergangene Saison ging der Abbruch des Spiels gegen Borussia Mönchengladbach nach einem Bierbecher-Wurf in die Liga-Historie ein.

Auch am Samstag (4. März 2023) stand in der Partie gegen Schalke 04 (0:2) wieder ein Wurf von der Tribüne des Ruhrstadions auf das Spielfeld im Fokus. Diesmal glücklicherweise deutlich harmloser, dafür aber umso kurioser. Die gute Nachricht vorweg: Getroffen wurde dabei niemand.

Schalke-Profi Rodrigo Zalazar küsst Reisbeutel vor einer Ecke

Ereignet hatte sich die Szene schon kurz nach Beginn des Spiels. Von der linken Seite wollte Schalke-Profi Rodrigo Zalazar (23) in der fünften Minute gerade eine Ecke in den Strafraum flanken, als von hinten etwas geflogen kam. Für wenige Augenblicke lässt den Uruguayer das Wurfgeschoss kalt, dann nähert sich der Mittelfeldspieler doch noch an und erkennt: eine Portion rohen Kochbeutelreis.

Alles zum Thema Fußball-Bundesliga

Was dann kommt? Zalazar nimmt den Reis in die Hand, bekreuzigt sich und wirft den Beutel nach einem flüchtigen Kuss sanft zur Seite. Anschließend besann er sich unbeeindruckt wieder aufs Fußballspielen. Später auf die kuriose Situation angesprochen, erläuterte er sein Zeichen als Wertschätzung von Nahrungsmitteln.

„Mir geht es gut, vielen anderen auf der Welt aber nicht“, sagte Zalazar. Warum die VfL-Fans überhaupt Reisbeutel warfen, ist unklar. Offenbar war die Aktion als Anspielung auf den Nachnamen des aktuellen Schalke-Trainers gedacht. Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

Thomas Reis (49) war erst im September des vergangenen Jahres beim VfL Bochum beurlaubt worden, der eine intensive Rivalität zum Revier-Nachbarn pflegt. Sechs Wochen später heuerte er auf Schalke an.

Gegen Reis hatte sich der Unmut des Bochumer Anhangs schon vor dem Spiel gerichtet, auf einem großen Banner war er als „elender Bastard“ verunglimpft worden. Reis ließ die Aktion kalt, stattdessen lobte er die Fans seines langjährigen Arbeitgebers, den er nach sechs Niederlagen zum Auftakt hatte verlassen müssen. (bc/dpa)