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„Nächste Frage“ Flick-Frust: Interview-Ärger, kein Sieg und neue Verletzungs-Sorgen

Flick-Sky-Frage

Hansi Flick im Interview mit Sky-Mann Patrick Wasserziehr vor dem Spiel gegen Union Berlin.

München – Dicke Luft beim Meister rund um das 1:1-Unentschieden gegen Union Berlin. Bayerns Partie am Samstag (10. April) wurde komplett vom Wirbel um Hansi Flick (56) überlagert. Vor der Partie gegen die „Eisernen“ reagierte der Bayern-Coach nur noch genervt auf Nachfragen zum Zoff mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic (44).

  • Unentschieden zwischen Bayern München und Union Berlin
  • Ärger zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic
  • Lothar Matthäus sieht keine Zukunft der beiden bei Bayern

Flick hatte angekündigt, dass er die Fragen zu seinem möglichen Abschied im Sommer satt habe. Sky-Moderator Patrick Wasserziehr (54) versuchte dennoch mehrmals, eine klare Aussage zu bekommen. Erster Versuch: Werden sie ihren Vertrag erfüllen? Flick: „Nächste Frage“. Zweiter Versuch: Werden sie ihren Vertrag dann erfüllen, wenn der Sportvorstand nicht mehr da sein sollte in der nächsten Saison? Flick: „Nächste Frage“.

Hansi Flick: „Man sieht doch, was hier gerade los ist“

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Der Bayern-Coach genervt: „Ich konzentriere mich auf die Mannschaft. Man sieht doch, was hier gerade los ist. Wir haben neun Spieler nicht zur Verfügung, wollen Deutscher Meister werden und ins Champions League-Halbfinale kommen.“

Die Personal-Probleme beim Tabellenführer sind drei Tage vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Champions League bei Paris Saint-Germain in der Tat enorm. Ohne neun Stars ging es in die Partie gegen Union, zur Pause musste auch noch Kingsley Coman (Schlag aufs Wadenbeinköpfchen) raus, nachdem der bereits nach einer halben Stunde behandelt wurde. Auch Jerome Boateng lief phasenweise nicht rund und ging in der 66. Minute angeschlagen vom Feld.

Coman-Union

Kingsley Coman wurde schon während des ersten Durchgangs behandelt, blieb dann in der Halbzeit in der Kabine.

So schlug am Samstag die Stunde der Jungstars. Josip Stanisic (21) und Tiago Dantas (20) standen in der Startelf. Christopher Scott (18) und Tanguy Nianzou (18) kamen im zweiten Durchgang. Den Tor-Bann brach mit Jamal Musiala (18) in der 68. Minute ein weiteres Juwel. Doch der Treffer reichte nicht zum Dreier. Marcus Ingvartsen glich in der 85. Minute für Union aus. Der Bayern-Vorsprung auf RB Leipzig schrumpft deshalb auf „nur“ noch fünf Zähler.

Hansi Flick: „Die Experten sagen doch auch, dass es letztes Jahr qualitativ stärker war“

Einen Angriff auf Salihamidzic sieht Flick übrigens nicht in seinen Aussagen, dass seine Mannschaft in der Vorsaison stärker gewesen sei. „Darüber haben wir schon öfter gesprochen. Die ganzen Experten sagen doch auch, dass es letztes Jahr qualitativ stärker war. Trotzdem haben wir sieben Punkte Vorsprung in der Liga und haben noch Chancen aufs Halbfinale. Ich wollte einfach damit dokumentieren, wie geil die Mannschaft ist, welche Mentalität sie hat. Dafür bin ich verantwortlich. Alles andere ist nicht mein Ding. Deshalb möchte ich auf die Fragen nicht mehr antworten.“

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Sicherheitsabstand: Zwischen Hasan Salihamidzic und Hansi Flick sitzt auf der Bayern-Bank immer noch Hermann Gerland als Puffer.

Als Wasserziehr nochmals nachhakte, was denn so schwierig sei, sich zu diesem tollen Verein und zu dieser Mannschaft zu bekennen, gab es wieder nur ein genervtes „nächste Frage“.

Manuel Neuer: „Hansi Flick ist der richtige Trainer für uns“

Kapitän Manuel Neuer (35) sagte nach der Partie: „Das Thema ist nicht so groß in der Mannschaft. Dennoch sind alle Sachen, die von Außen auf uns einprasseln, natürlich nicht vonnöten. Ich denke, dass Hansi Flick der richtige Trainer für uns ist. Man hat gesehen, wie erfolgreich wir die letzte Zeit waren und wir freuen uns, wenn es so weitergeht.“

Thomas Müller (31) vermied dagegen eine Aussage im Flick-Wirbel: „Ich halte es da mit unserem Trainer: Nächste Frage“, sagte der Ex-Nationalspieler.

Lothar Matthäus: Verhältnis zwischen Flick und Salihamidzic ist nicht zu kitten

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus (60) hatte bereits angekündigt, dass es nach dem Rückspiel gegen Paris einen Termin zwischen Flick und Vorstand Oliver Kahn (51) geben werde. Für Matthäus ist das Tischtuch zwischen Flick und Salihamidzic komplett zerschnitten. „Beide haben unterschiedliche Meinungen, zum Beispiel in der Kaderplanung. Ich glaube, das ist nicht mehr zu kitten - beide denken zu unterschiedlich“, sagte er im „Bild“-Podcast.

Es sei logisch, dass ein Gespräch stattfinden müsse, nicht erst nach der Saison. „Sollte Flick Bayern verlassen, brauchen sie einen Nachfolger.“ Flick gilt als ein Top-Kandidat für den Bundestrainerposten als Nachfolger von Joachim Löw (61). „Ich würde an der Stelle von Bayern darum kämpfen, dass Flick bleibt“, sagt Matthäus.

Stefan Effenberg: FC Bayern muss im Zweifel gegen Salihamidzic entscheiden

Ex-Bayern-Star Stefan Effenberg (52) glaubt auch nicht mehr an eine einvernehmliche Lösung in München. „Der Machtkampf spitzt sich zu. Warum genießt Hansi Flick nicht dieses Vertrauen, das Hitzfeld, Heynckes oder auch Guardiola entgegengebracht worden ist? Mir ist das ein Rätsel. Er hat Bayern nicht nur in einer schwierigen Situation geholfen, indem er als Cheftrainer eingesprungen ist. Er hat sie zu dem gemacht, was sie heute sind: der beste Verein der Welt, der in der abgelaufenen Saison jeden möglichen Titel gewonnen hat“, schrieb er bei T-Online.

Daher ist für den Tiger die Konsequenz klar: „Eine Zusammenarbeit über den Sommer hinaus wird immer unwahrscheinlicher, weil es wohl nicht nur um den Erfolg geht. Das bedeutet, dass einer gehen muss. Deshalb müssen sich Rummenigge, Kahn und Präsident Herbert Hainer die Situation genau anschauen. Und dann müssen sie letztlich eine Entscheidung treffen. Im Zweifel gegen Salihamidzic.“

Dietmar Hamann: „Hansi Flick muss vorsichtiger sein“

Sky-Experte Dietmar Hamann (47) sieht den Coach in der Defensive. „Er muss sich natürlich schon bewusst sein, dass er Angestellter des Vereins ist. Und der Hasan Salihamidzic ist sein direkter Vorgesetzter. Von daher sollte er schon etwas vorsichtiger sein mit solchen Aussagen.“ Die Münchner sollten sich laut Hamann „alle an einen Tisch setzen. Die Nerven liegen blank.“

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