Bosse lassen Muskeln spielen Riesen-Fehler: FC Bayern vergrault Erfolgstrainer Flick

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Eiszeit beim Meister: Hansi Flick hat sich mit Hasan Salihamidzic wenig zu sagen, wie hier beim Spiel gegen Rom im März.

München – Dem FC Bayern droht nach dem 2:3 im Hinspiel gegen Paris das Aus in der Champions League. Damit könnte es am Ende der Saison „nur“ auf den Meistertitel für die Münchner hinauslaufen. Rund um das Königsklassen-Viertelfinale dominierte vor allem wieder ein Thema: der Hauskrach zwischen Hansi Flick (56) und den Bayern-Bossen. Ein Kommentar zum Wirbel in München.

  • Hansi Flick genervt von Zuständen beim FC Bayern
  • Trainer-Abschied aus München wird immer wahrscheinlicher
  • Kommentar zum Verhalten der Bosse des Rekordmeisters

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Seit 17 Monaten ist Hansi Flick Cheftrainer des Star-Ensembles aus München. In dieser Zeit gewann er mit dem Team sechs Titel, verewigte sich mit zahlreichen Rekorden in der Vereinshistorie und trichterte einer verunsicherten Mannschaft Spielfreude und Mentalität ein.

Doch statt dem Coach den roten Teppich auszurollen und dessen Wünsche zu erfüllen, knirscht es so heftig zwischen ihm und den Bossen, dass sich nicht nur Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sicher ist, dass Flick seinen Vertrag am Saisonende auflöst.

Alles zum Thema Hansi Flick

Hansi Flick bekennt sich nicht zu seiner Bayern-Zukunft – trotz eines Vertrags bis 2023. Der 56-Jährige liebäugelt mit dem Job als Bundestrainer und lässt immer wieder fallen, wie sehr ihn die aktuellen Querschüsse in seiner Arbeit stören. Der Erfolgstrainer ist genervt. Genervt von den schwachen Transfers. Genervt vom Umgang der Bosse mit wichtigen Spielern wie Jerome Boateng. Genervt vom ewigen Durchstechen von internen Vorgängen seitens der Vorgesetzten an ausgewählte Medien. Genervt von „Brazzos“ Schwärmerei um Julian Nagelsmann.

Hansi Flick ist gernevt vom Umgang mit Jerome Boateng

Diese Gemengelage sorgt nicht dafür, dass der Sixtuple-Coach noch viel Lust auf sein Amt verspürt. Zwar wiederholt der Ende des Jahres scheidende Karl-Heinz Rummenigge gebetsmühlenartig, dass Flick bleiben müsse, erhält dabei aber keine Unterstützung aus der Führungsetage. Sportdirektor Hasan Salihamidzic merkt man förmlich an, dass seine Aussagen zum Thema Flick nicht der Wahrheit entsprechen.

Oliver Kahn positioniert sich nicht eindeutig in der Frage um Hansi Flick

Und Oliver Kahn, der künftig der starke Mann bei den Bayern sein soll, hält sich mit klaren Aussagen in der Trainerfrage ebenfalls zurück. Indem die Bosse die Muskeln spielen lassen und sich an die Seite von Sportchef Salihamidzic stellen, treiben sie Flick in die Arme des DFB als Löw-Nachfolger. Ob diese Entscheidung so klug ist, wird sich in der neuen Saison zeigen.

Sollte ein Nachfolger benötigt werden, wäre die Erwartungshaltung immens. In Sachen Kaderverstärkung hat Salihamidzic im vergangenen Sommer bereits versagt. Die nicht vorhandenen Alternativen auf der Bank beim Duell gegen Paris waren ein Beleg der verfehlten Planung. Bei der Suche nach einem Flick-Nachfolger läge die Messlatte noch höher. 

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