FC Bayern in NotChaos-Suche nach Absagen-Flut – ist der nächste „Wunschtrainer“ gefunden?

Julen Lopetegui und Erik ten Hag stehen nebeneinander und schauen aufs Spielfeld.

Julen Lopetegui (l.) steht bei Bayern angeblich hoch im Kurs, Erik ten Hag war auch schon im Gespräch. Das Foto entstand am 13. Mai 2023.

Der FC Bayern sucht immer noch einen neuen Trainer. Jetzt soll ein Spanier im Fokus stehen. Ein Ex-Funktionär versteht derweil die ganze Aufregung nicht.

Bei der Suche nach einem neuen Trainer hat der FC Bayern München nach „Sky“-Informationen bei Julen Lopetegui (57) angefragt.

Der 57-jährige Spanier hatte zuletzt den englischen Premier-League-Klub Wolverhampton Wanderers trainiert, wo sein Vertrag Anfang vergangenen August wenige Tage vor Saisonbeginn aufgelöst wurde. Zuvor hatte Lopetegui unter anderem die spanische Nationalmannschaft, Real Madrid und den FC Sevilla betreut.

Ist Roger Schmidt ein Thema bei den Bayern?

Auch die „Bild“ berichtete, die Münchner prüften, ob Lopetegui als Trainer infrage komme. Demnach soll auch Roger Schmidt (57) von Benfica Lissabon eine Option sein.

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Der Fußball-Rekordmeister sucht nach den Absagen von Ralf Rangnick (65), Julian Nagelsmann (36) und Xabi Alonso (42) weiter nach einem Nachfolger für Trainer Thomas Tuchel (50), der den Verein im Sommer verlassen wird.

Der frühere Bayern-Keeper Jean-Marie Pfaff (70) hat bei der Trainersuche des deutschen Fußball-Rekordmeisters aus München eine prominente Übergangslösung ins Spiel gebracht.

„Hansi Flick (59), der aktuell ohne Job ist, könnte für ein Jahr übernehmen. Der Vorteil an dieser Lösung wäre, dass sich Eberl in Ruhe nach einem Kandidaten umsehen könnte, der 2025 übernimmt“, schrieb der 70-Jährige in seiner Kolumne für die „Münchner Abendzeitung“ (Samstag).

Ob Flick aber dieses Spiel mitmache, bleibe abzuwarten. „Mit ihm haben die Münchner 2020 das Triple geholt und ich könnte mir vorstellen, dass er eher einen langfristigen Vertrag bevorzugen würde. Auf der anderen Seite hätte man durch einen Übergang mit Flick Zeit, sich um eine Verpflichtung von Klopp zu bemühen“, sagte der einstige Welttorhüter Pfaff. Der frühere Bundestrainer Flick scheine im Vergleich zu Zinedine Zidane die bessere Lösung zu sein.

„Klar ist, dass der nächste Schuss bei den Bayern sitzen muss, denn die Saison ist bald zu Ende und dann sollte man wissen, mit welchem Trainer man in die neue Spielzeit geht“, sagte der frühere belgische Nationaltorhüter, der in seiner Zeit beim FC Bayern München von 1982 und 1988 dreimal deutscher Meister und zweimal Pokalsieger wurde.

Reschke versteht Aufregung nicht – bleibt Tuchel am Ende Bayern-Trainer?

Derweil versteht der ehemalige Technische Direktor des FC Bayern, Michael Reschke, die „ganze Aufregung nicht. Es ist kein Weltuntergang, dass der FC Bayern noch keinen Trainer gefunden hat“, sagte er Sport1. An Attraktivität habe der Klub sicherlich nicht verloren. „Alle wären gut beraten, Max Eberl (50) und Christoph Freund (46) einfach zu vertrauen“, meinte Reschke (66).

Fakt sei, dass die Entscheidungen der Kandidaten keine gegen den Klub gewesen seien. „Xabi Alonso, Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick haben sich für ihre hochinteressanten bestehenden Jobs entschieden. Das ist absolut verständlich. Der eine hat in Leverkusen alles, was er braucht. Der andere hat den Traumjob Bundestrainer inne und der Dritte wird in Österreich verehrt“, sagte Reschke.

Meistermacher und Flops

Übersicht: Die Trainer des FC Bayern München

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Derweil kocht die Gerüchteküche an der Säbener Straße. Das wildeste Gerücht: Thomas Tuchel bleibt jetzt doch Bayern-Trainer. Tuchel selbst hatte auf der Pressekonferenz am Freitag die Diskussionen angeheizt.

Der zu Späßen aufgelegte Tuchel öffnete ein Stück weit die Tür für eine Weiterbeschäftigung. Zwar sei die Vertragsauflösung im Sommer „vereinbart“, aber man könne „jeden Vertrag gemeinschaftlich auflösen“. Es sei „immer alles möglich“, sagte Tuchel, betonte aber danach: „Die Vereinbarung steht.“ (dpa)