„Wir haben gutes Geld bekommen“ Rummenigge reagiert auf Katar-Kritik der Bayern-Fans

Mit einem Transparent „Für Geld waschen wir alles rein“ protestieren Fans von Bayern München gegen die Geschäftsbeziehungen des Rekordmeisters mit Katar.

Mit einem großen Banner kritisierten Fans des FC Bayern am 6. November im Spiel gegen den SC Freiburg den Sponsoring-Deal ihres Vereins mit Katar.

Das Plakat der Fans des FC Bayern München hat deutlich gezeigt: Die Beziehungen zu Katar stoßen auf reichlich Unverständnis. Jetzt hat Ex-Vorstand Rummenigge reagiert.

Berlin/München. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge (66) hat am 10. November 2021 auf die Proteste von Bayern-Fans gegen die Partnerschaft des Klubs mit dem Emirat Katar gelassen reagiert. „Bayern München hat mit Qatar Airways eine Partnerschaft, und ich war da auch nie ein Pharisäer, wenn ich das mal so sagen darf. Wir haben gutes Geld aus diesem Vertrag bekommen“, sagte Rummenigge.

Beim Bundesliga-Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern München und dem SC Freiburg hatten am Samstag Münchner Fußballfans mit einem Plakat protestiert. Katar werden seit Jahren Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, so sollen laut Medienberichten seit Vergabe der Fußball-WM 2022 an das Emirat mehr als 6500 Arbeitsmigranten gestorben sein.

FC Bayern: Fans mit massiver Kritik wegen Katar-Beziehungen

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„Für Geld waschen wir alles rein“, stand unter anderem auf einem großen Transparent. Die Bayern-Fans protestieren seit längerem. Im Gastgeberland der WM 2022 absolvieren die Münchner Profis regelmäßig ihr Trainingslager im Winter. Außerdem ist die katarische Fluggesellschaft Qatar Airways bereits seit mehreren Jahren ein großer Sponsor der Bayern.

„Man muss grundsätzlich auch sagen, dass in Katar von allen arabischen Staaten im Moment die besten oder die größten Verbesserungen da sind in Sachen Menschen- und Arbeitsrechte. Dass die keinen vergleichbaren Standard mit Deutschland oder Europa haben, das ist bekannt“, sagte Rummenigge im Interview mit dem WDR weiter.

Er sei „da grundsätzlich optimistisch“, dass sich die Menschen- und Arbeitsrechte in diesen Ländern, insbesondere in Katar, „auch durch den Fußball schon verbessern werden.“ Für Rummenigge ist das Hauptargument der Zusammenarbeit mit Katar die internationale Wettbewerbsfähigkeit. (dpa)

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