„Man ärgert sich brutal“ Bayern-Krise Thema beim DFB: Freche BVB-Sprüche gegen die Münchner

Joshua Kimmich beantwortet Fragen von Journalisten.

Joshua Kimmich bei der Pressekonferenz der Nationalmannschaft am Dienstag (20. September 2022) in Frankfurt.

Joshua Kimmich nervt die Krisenstimmung beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München. Bei der Nationalmannschaft wollen die Münchner Stars neues Selbstvertrauen tanken.

Normalerweise sind es gerade die Spieler des FC Bayern, die immer mit breitester Brust zur Nationalmannschaft reisen. Aber in diesen Tagen ist die Laune bei den Münchner Profis nicht die beste.

Die Krise im Verein, mit vier Bundesliga-Spielen in Folge ohne Sieg, drückt bei den sieben nominierten Bayern-Stars auf die Stimmung. Andere im DFB-Team wiederum haben ihren Spaß an der Situation.

DFB: Sieben Spieler des FC Bayern München in Nationalmannschaft

„Niklas (Süle, d. Red.) kommt jetzt rausgekrochen, von dem hört man ein paar Sprüche“, verriet Joshua Kimmich (27) am Dienstag (20. September 2022). „Aber man konzentriert sich auf die Nationalmannschaft. Für den neutralen Fan wird die Bundesliga natürlich interessanter. Die Dortmunder haben ihre Spiele meistens gewonnen, sie stehen jetzt über uns. Doch die Saison ist noch lang.“

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Dass vor allem Kimmich es hasst, seine Spiele nicht zu gewinnen, ist bekannt. „Man ärgert sich schon brutal über die letzten Ergebnisse, vor allem weil ich der Meinung bin, dass die Unentschieden und die Niederlage jetzt nicht notwendig waren“, sagte er daher auch. „Wir hatten viele Chancen. Auch heute im Trainingsspiel hatten wir wieder viele Chancen – und wir verlieren wieder, weil man die Dinger nicht reinmacht.“

Ähnlich hatte sich auch schon Leon Goretzka (27) geäußert. „Jetzt wird es erst mal eine ungemütliche Länderspielpause. Lieber würde ich ehrlich gesagt in drei Tagen das Ding wieder geraderücken, mit Bayern. Aber jetzt ist es so wie es ist, da müssen wir jetzt durch“.

Vielleicht bringt Ex-Bayern-Trainer Hansi Flick (57) seine früheren Spieler ja zurück auf den richtigen Weg. „Man kommt lieber her nach zwei, drei Siegen“, sagt Kimmich. „Die Ansprüche sind ja immer die gleichen. Aber grundsätzlich ist es so, dass es immer schön ist, herzukommen.“

DFB-Manager Oliver Bierhoff (54) hat keine Sorge, dass die Bayern-Krise aufs DFB-Team abfärben könnte. „Ich sehe sie nicht mit hängenden Köpfen, es sind alles erfahrene Spieler. Sie wissen, ohne die Ergebnisse, die man erwartet, wird diskutiert. Ich glaube nicht, dass wir sie aufbauen müssen. Aber natürlich ist jedes Erfolgserlebnis gut. Man merkt, dass alle unheimlich gerne hier zusammenkommen. Das hilft, aus dem Vereinsalltag rauszukommen und wieder neu einzusteigen.“

Serge Gnabry (l) und Thomas Müller trainieren vor Mitspielern.

Vollgas im Nationalmannschafts-Outfit: Serge Gnabry und Thomas Müller legen beim Training los.

Zwei erfolgreiche Länderspiele könnten da helfen. Und grundsätzlich ist sich Bierhoff eh sicher, dass die Nagelsmann-Truppe wieder die Kurve bekommt: „Ich sehe die Situation bei Bayern nicht so dramatisch. Ich weiß auch, dass Bayern immer andere Ansprüche hat. Aber wenn man sieht, wie viel Chancen sie sich erarbeiten und wie dominant sie auftreten. Es sind ein paar Dinge, die nicht aufgehen. Aber ich hatte jetzt nicht den Eindruck, dass da eine Mannschaft ist, die auseinanderfällt.“

DFB: Zwei Siege in der Nations League sind nun das Ziel

Grundsätzlich liegt der Fokus derzeit natürlich auf den anstehenden Länderspielen. In den Nations-League-Spielen am Freitag (23. September) in Leipzig gegen Ungarn und Montag (26. September) in England geht es um den Gruppensieg.

„Gute Ergebnisse jetzt geben Selbstvertrauen. Es ist unser absolutes Ziel, diese beiden Spiele zu gewinnen. Wir wollen unsere Gruppe gewinnen. Wir waren in der Nations League zuletzt nicht so gut. Aber das wollen wir jetzt besser machen“, forderte Kimmich.

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