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„Die Mannschaft“ Entscheidung einstimmig: DFB-Team trennt sich von langjährigem Begleiter

Leon Goretzka, Joshua Kimmich, Thomas Müller und Manuel Neuer gehen nach dem Spiel der Nations League zwischen Deutschland und England zu den Fans

Leon Goretzka, Joshua Kimmich, Thomas Müller und Manuel Neuer am 7. Juni 2022 nach dem Spiel der Nations League zwischen Deutschland und England.

Klare Haltung beim DFB: Der Marketing-Name „Die Mannschaft“ gehört für das Team von Trainer Hansi Flick der Vergangenheit an. Am Donnerstag machte der Verband die Entscheidung offiziell.

Die DFB-Frauen zeigen bei der EM in England derzeit eindrucksvoll, was es für ein erfolgreiches Turnier braucht. Ein aus Marketing-Gründen ins Leben gerufener Spitzname gehört dabei zweifellos nicht dazu. Daran nimmt sich jetzt auch die Männer-Auswahl ein Beispiel.

Seit Donnerstag (28. Juli 2022) ist klar: Das Team von Bundestrainer Hansi Flick (57) wird den seit 2015 vom Verband geförderten Beinamen „Die Mannschaft“ endgültig ablegen. Das machte der DFB in einer Mitteilung offiziell. Allerdings: In der Versenkung verschwindet der Begriff erst 2023. Bei der WM in Katar wird der Name noch zu sehen sein, etwa auf dem Trikot des Teams.

DFB-Team nicht mehr mit Spitzname „Die Mannschaft“

„Der Deutsche Fußball-Bund wird seine Nationalmannschaft der Männer künftig nicht mehr aktiv mit der Bezeichnung „Die Mannschaft“ bewerben. Das beschlossen Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH & Co. KG einstimmig“, hieß es in der Mitteilung am frühen Abend.

Im Jahr nach dem WM-Triumph von Rio hatte der DFB den Spitznamen als festen Bestandteil seiner Kampagnen für die Fußball-Nationalmannschaft verwendet und dabei von Beginn an ein geteiltes Echo hervorgerufen.

Als eine der Konsequenzen aus den sportlich enttäuschenden WM- und EM-Turnieren 2018 und 2021 stand die Abschaffung schon länger im Raum, bislang fehlte aber noch die offizielle Absegnung durch die Verbands-Gremien. Als einen der Gründe nannte DFB-Präsident Bernd Neuendorf (61), dass der Begriff „in Fankreisen hierzulande mitunter kritisch gesehen und emotional diskutiert“ worden sei.

DFB hofft auf neue Nationalmannschafts-Begeisterung

Alexander Wehrle (47), der als Aufsichtsratsvorsitzender der DFB GmbH & Co. KG in die Entscheidung involviert war, ließ durchblicken, dass der Marketing-Name „auch innerhalb des DFB“ kritisch gesehen worden sei. Die Polarisierung habe der Wirkung letztlich entscheidend geschadet, entsprechend begrüßte der frühere Finanz-Boss des 1. FC Köln die Entscheidung.

„Bedeutender als der Name ist aber ohnehin das Auftreten der Nationalmannschaft. Dass sie auf und neben dem Platz die Werte lebt, für die der DFB steht, dass sie Haltung zeigt, dass sie ihre Fans begeistert, eine Einheit mit ihnen bildet“, führte Neuendorf die Haltung des Verbandes weiter aus.

Tatsächlich ist die Stimmung rund um das DFB-Team seit dem Bundestrainer-Wechsel im vergangenen Sommer wieder deutlich besser, wenn auch längst nicht auf dem Niveau wie 2014. Mit einer erfolgreichen WM in Katar wollen Flick und seine Schützlinge die Fan-Begeisterung weiter wecken. Auf den Zusatz „Die Mannschaft“ dürften sie anschließend gut verzichten können. (bc)

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