„Musik als taktisches Mittel“ DFB-Test im Oman: Fans wundern sich über Stadion-Gesänge

Fans sitzen beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen den Oman in Maskat auf der Tribüne.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trat am Mittwochabend (16. November 2022) im Oman zum letzten WM-Test an.

Für das DFB-Team stand im Oman der letzte Test vor dem Start der WM in Katar auf dem Programm. Die Fan-Kulisse in Maskat war dabei für den so manchen deutschen Fußball-Fan durchaus gewöhnungsbedürftig.

Letzter Test vor dem WM-Start! Für das DFB-Team um Coach Hansi Flick (57) ging es am Mittwochabend (16. November 2022) in Maskat gegen den gastgebenden Oman.

Was direkt nach dem Anstoß auffiel: die Fan-Gesänge auf der Tribüne.

Knapp 16.000 Menschen waren in den Sultan Qaboos Sports Complex in der manischen Hauptstadt Maskat gekommen – darunter natürlich nur sehr wenige deutsche Schlachtenbummler.

Die einheimischen Fans waren klar in der Überzahl – und sie unterstützen ihr Team auf dem Rasen nach Leibeskräften. Jedoch nicht mit Fan-Gesängen, wie sie aus vielen europäischen Stadien bekannt sind.

DFB-Team im Oman: Fan-Verwunderung über Stadion-Gesänge

So hatten sich auf der Tribüne mehrere Vorsänger mit großen Megafonen postiert. Aber anstatt – wie beispielsweise in Deutschland üblich – die Gesänge kurz anzustimmen und dann die Menge zu dirigieren, sangen die omanischen „Capos“ mehr oder weniger die gesamte Spielzeit durch.

Das führte dazu, dass im bei Weitem nicht vollen Stadionrund vor allem die Stimmen der Vorsänger zu hören waren, die in Landessprache und mit Inbrunst Zeilen wie „Oman, wir können nicht ohne dich leben“ intonierten.

Die Sound-Kulisse im Stadion wurde schnell auch Thema in den sozialen Netzwerken. „Auf einen Schlag ist die Vuvuzela als Top-Nervtöter abgelöst“, schreibt ein Fan auf Twitter – und spielt damit auf die Tröten bei der WM-Endrunde in Südafrika im Jahr 2010 an. „Ein halbes Konzert“, wollte derweil ein anderer User während der Übertragung gehört haben. „Musik als taktisches Mittel – gute Idee“, witzelte ein anderer. Viele Fans bezeichneten die Gesänge auch als „nervtötend“, „anstrengend“ – und forderten: „Kann jemand dem Vorsänger das Megafon wegnehmen?!“

Andere waren allerdings genervt vom flächendeckenden Gemecker über die omanischen Gesänge. „Wenns euch nicht gefällt, dann schaltet entweder den Ton aus oder schaltet um. Das ist ja schlimm hier, das Gemaule“, twitterte ein Fan. Ähnlich sah es ein anderer Twitter-User. Er schrieb: „Also die Kommentare zu den Gesängen im Hintergrund sind schon wieder so lächerlich. Man muss nicht immer alles Offensichtliche direkt twittern. Was habt ihr erwartet? Dass die Fans in den Regionen die Mannschaften mit ‚Einer geht noch, einer geht noch rein‘ anfeuern?“

Am Mittwoch (23. November, 14 Uhr ARD & MagentaTV) startet das DFB-Team gegen Japan ins WM-Turnier. Die weiteren Vorrunden-Gegner in der Wüste sind Spanien (27. November) und (Costa Rica, 1. Dezember, jeweils 20 Uhr).

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