Showdown gegen Spanien Horror-Statistik und ein böses Omen für deutsche Mannschaft

Antonio Rüdiger reklamiert bei Schiedsrichter Danny Makkelie.

Wiedersehen: Beim EM-Achtelfinale am 29. Juni 2021 hatte Antonio Rüdiger auch mit Schiedsrichter Danny Makkelie zu tun.

Beim Deutschland-Spiel gegen Spanien hat die FIFA einen Schiedsrichter nominiert, der die DFB-Elf schon einmal beim Turnier-Aus begleitete. Die Statistik liest sich auch nicht positiv.

Showdown im Al-Bait-Stadion. Gegen Spanien droht der deutschen Nationalmannschaft am Sonntag (20 Uhr, ZDF & MagentaTV) das vorzeitige WM-Aus. Ist nach der WM 2018 und der EM 2021 schon wieder ein Turnier frühzeitig beendet?

Ein schlechtes Omen gibt es bereits. Schiedsrichter des Duells ist der Niederländer Danny Makkelie. Der 39 Jahre alte Polizist ist seit 2011 FIFA-Schiedsrichter. Makkelie pfiff auch beim EM-Achtelfinal-Aus des DFB-Teams im vergangenen Jahr im Wembley-Stadion gegen Gastgeber England (0:2).

Letzter Pflichtspielsieg gelang Deutschland gegen Spanien vor 34 Jahren

Auch die Statistik macht wenig Mut. Den bis dato letzten Pflichtspielsieg gegen Spanien gab es beim 2:0 in der Vorrunde bei der Heim-EM 1988 – vor 34 Jahren – durch zwei Tore von Rudi Völler (62). In Erinnerung ist auch noch das demütigende 0:6 im November 2020 in der Nations League in Sevilla.

23 von Flicks WM-Spielern haben gegen Spanien noch nie gewinnen können. Das schafften nur Thomas Müller (33), Antonio Rüdiger (29) und Mario Götze (30) beim 1:0 im Test vor acht Jahren in einer Regennacht in Vigo.

Immerhin hat der Bayern-Block im DFB-Team vor wenigen Wochen gezeigt, wie man spanische Fußball-Kunst demolieren kann. In der Champions League wurde der FC Barcelona mit 2:0 und 3:0 aus der Königsklasse geworfen. Das dürften die Spanier um die FCB-Wunderknaben Pedri (20) und Gavi (18) noch im Hinterkopf haben.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff (54) glaubt daran, dass Hansi Flick (57) dem Druck gewachsen ist. „Er wirkt sehr ruhig und gefestigt. Er hat auch schon wichtige Situationen mit Bayern München und auch als Co-Trainer bestanden“, sagte er bei MagentaTV.

Ein WM-Scheitern hätte für Bierhoff langfristige Konsequenzen – gerade wegen der in 19 Monaten anstehenden Heim-Europameisterschaft. „Es geht zumindest um mehr, es geht um die Begeisterung rund um die Nationalmannschaft“, warnte der DFB-Direktor.

„Seit 2018 sind wir in einer schwierigen Phase. In der Zeit haben wir es nicht geschafft, mal so emotional und auch ergebnistechnisch diesen Durchbruch zu schaffen. Insofern in Richtung EM wäre es schon wichtig und hilfreich, ein erfolgreiches Turnier hier zu spielen“, sagte Bierhoff. Das Ziel mit Flick lautete nach dessen Amtsantritt im August 2021 eigentlich „Zurück in die Weltspitze.“

Oliver Bierhoff bestätigt Konflikte innerhalb der Mannschaft

Doch stattdessen treten angesichts des drohenden WM-Versagens große Risse im Team zutage. „Jede Mannschaft hat ihre eigene Identität. Grundsätzlich, auch wenn es knistert: Wir hatten ganz erfolgreiche Nationalmannschaften, die haben teilweise nicht miteinander geredet, wenn man das im Rückblick hört“, sagt Bierhoff.

„Diese Mär, dass elf Freunde dabei sein müssen – diese Zeiten sind eh vorbei, und das gab es früher auch nicht. Eine gewisse Reibung, ein Konflikt, ist auch immer gut“, sagte er der ARD. Nur sollte das Reizklima dann auch zu einer Trotzreaktion führen.

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