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Hilft Festung Borussia-Park? Fahrig und fahrlässig: Flick verschärft den Ton vor Italien-Duell

Auch das dritte Nations-League-Spiel endete mit einem Unentschieden. Jetzt hofft Deutschland in Mönchengladbach gegen Italien auf den Befreiungsschlag.

Keine Frage: Die Kraft der Nationalspieler neigt sich dem Ende entgegen. Alle sehnen den Urlaub herbei und sind froh, wenn diese Nations-League-Phase endlich abgeschlossen ist. Hansi Flick (57) will diese Themen aber nicht als Alibi nutzen.

Nach dem enttäuschenden 1:1 in Budapest am Samstag (11. Juni 2022) fand der Bundestrainer deutliche Worte. „Vom Ergebnis her und von der Art und Weise, wie wir das Spiel angegangen sind, war es für uns ein Rückschritt“, lautete sein Urteil.

Lothar Matthäus: „Deutsche Mannschaft verbessert sich nicht“

Deutschland tritt fünf Monate vor WM-Beginn auf der Stelle. Viermal 1:1 in Folge, weiter kein Sieg in der Gruppenphase, Probleme in allen Mannschaftsteilen. „Die Leistungen, die sie zurzeit bringen, zeigen nicht, dass sie sich verbessern“, urteilte RTL-Experte Lothar Matthäus (61) in Budapest. „Wenig Aktionen nach vorn, wenig Abschlüsse. Da muss einiges verbessert werden.“

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Es sei augenfällig, „dass bei uns komplett in der Mannschaft die Überzeugung fehlt“, sagte Flick. „Klar muss man auch sagen, dass wir in der Defensive schon das Eine oder Andere zugelassen haben, was einfach nicht sein darf.“ Immerhin war auf Manuel Neuer (36) wieder Verlass. „Es ist meistens so, wenn ein Torwart herausragend ist, dann stimmt ein bisschen was im Spiel nicht“, sagte Flick dazu.

Hinten fahrig, vorne fahrlässig. Es klemmt auf dem angestrebten Weg zur Weltspitze. DFB-Direktor Oliver Bierhoff (54) fühlte als ehemaliger Top-Stürmer mit. „Jeder Fan bekommt graue Haare, wenn man die Chancen nicht nutzt.“ Flick meinte aber, man habe sich diesmal auch zu wenige Möglichkeiten erarbeitet. „Wir haben einfach ohne Überzeugung aufgebaut, waren zu schleppend im Spielaufbau. Wir haben es dem Gegner relativ einfach gemacht, kompakt zu stehen“, sagte er.

Trotz des enttäuschenden Abschneidens bisher zeigte sich der Bundestrainer in Budapest großzügig. Nach einer kleinen regenerativen Einheit im Hotel Corinthia hatten die Spieler Ausgang. Sowohl die Profis als auch die Betreuer und Trainer tauchten in die schöne Stadt an der Donau ein und gingen gemeinsam essen.

Oliver Bierhoff zur Sturm-Krise: „Jeder Fan bekommt graue Haare“

Am Montag steht erneut ein Umzug an. Von Budapest geht es dann ins Rheinland. Zum Abschluss des Länderspiel-Viererpacks bezieht das Team das Crowne Plaza in Neuss. Am Dienstag soll dann, wie es Neuer formulierte, „eine Rakete zünden“. Gegen Italien peilen alle im Borussia-Park in Mönchengladbach den ersten Sieg nach 80 Tagen an. „Außerdem müssen wir mal wieder ohne Gegentor bleiben“, forderte der Keeper.

„Jetzt müssen wir gegen Italien eine, zwei oder drei Schippen mehr drauflegen. Wir werden versuchen, das aus der Mannschaft herauszukitzeln. Das wird auch nicht einfach. Aber trotzdem erwarten wir von der Mannschaft, dass sie da alles reinlegt und sich dann mit einem Sieg in den Urlaub verabschiedet“, sagte der Bundestrainer. Im September stehen die beiden letzten Nations-League-Duelle an. Das Gefühl soll schleunigst wieder besser werden.

Vielleicht bringt ja der Borussia-Park zum Abschluss die Siegermentalität zurück. Zum achten Mal tritt Deutschland am Niederrhein an. Bisher setzte es nur eine Niederlage (gegen Australien), dafür vier Siege. „Wir haben gute und schlechte Seiten von uns gesehen“, sagt Neuer. „Wir sind immer noch auf dem richtigen Weg, aber wir brauchen das Momentum, ein gemeinsames Erfolgserlebnis“.

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