„Habt keine Sympathie für sie“ TV-Experte für WM-Analyse über DFB-Auswahl gefeiert

Die DFB-Stars verabschieden sich nach dem Aus bei der WM 2022 enttäuscht von den Fans im Stadion.

Mit hängenden Köpfen ging es für die DFB-Auswahl bei der WM 2022 in Katar schon nach dem Gruppenspiel gegen Costa Rica am 1. Dezember zurück nach Hause.

Die Auftritte der DFB-Auswahl in Katar sorgten in Deutschland nicht gerade für Begeisterung. Im Ausland dürften einige Fußballfans mit Blick auf vorige Turniere durchaus Genugtuung verspürt haben.

Frust pur nach dem frühen Deutschland-Aus bei der WM 2022. Mit der DFB-Auswahl verabschiedete sich einer der großen Namen bereits in der Vorrunde – zum zweiten Mal in Folge. Während in der Heimat die Nationalmannschafts-Müdigkeit weiter um sich greift, herrscht in vielen anderen Ländern noch immer ungebremste WM-Euphorie.

Aber wie sehen Fans im Ausland die DFB-Auswahl und den deutschen Fußball? Ein TV-Experte hat die Sicht aus vielen Teilen der Welt in einer zweiminütigen Fernseh-Analyse gleichermaßen unterhaltsam wie treffend zusammengefasst.

WM 2022: Schadenfreude nach Deutschland-Aus?

Beim pakistanischen Sender „A Sports“ sprach Ahmer Naqvi am Tag des deutschen Ausscheidens gegen Costa Rica (1. Dezember) zunächst vom unglücklichen Aus nach dem Chancen-Wucher in den drei Vorrunden-Begegnungen. Dann holte er zum historischen Rückblick aus, um die internationale Sicht auf Deutschland bei Fußball-Weltmeisterschaften augenzwinkernd einzuordnen.

Alles zum Thema DFB

„Deutschland hat so viele Träume platzen lassen, so viele Teams zerstört. Ich krame mal ein bisschen im Geschichtsbuch“, legte Naqvi los und begann mit seiner Rückschau auf bedeutende Momente der WM-Historie. Wer regelmäßig für unvergessene Weltmeisterschafts-Dramen verantwortlich war? „Germany“, wiederholte Naqvi immer wieder.

In seinem chronologischen Rückblick unter anderem enthalten: Wie 1954 beim Wunder von Bern die „Magischen Magyaren“ um ihren ersehnten WM-Titel gebracht wurden, der niederländische „Voetbal Totaal“ im Endspiel 1974 am Nachbarn abprallte, Diego Maradona auf dem Weg zum zweiten WM-Titel im 1990er-Finale kaltgestellt wurde und Deutschland 2002 (Südkorea) und 2014 (Brasilien) die WM-Gastgeber einmal gnadenlos effizient und einmal gnadenlos demütigend aus dem Turnier kegelte.  

Hier sehen Sie die Rückschau von Ahmer Naqvi mit englischen Untertiteln im Video:

„Bitte, habt keine Sympathie mit diesem Team. Diese Mannschaft ist der Todesengel des Fußballs. Wäre das ein Videospiel, dann wäre Deutschland der Endgegner“, schloss Naqvi seinen kurzen Monolog, der das Offensichtliche deutlich machte: Für die größten Momente der deutschen Fußball-Geschichte kassierten zahlreiche Nationalteams und deren Fans in der Vergangenheit schwer überwindbare Pleiten. Eine unbewusste Hommage an Gary Lineker (62) und sein berühmtes „Am Ende gewinnen immer die Deutschen“-Zitat?

Dass der TV-Experte seine Analyse nicht mit Spott oder Verbitterung, sondern mit Witz und Charme präsentierte, kam auch bei vielen Zuschauerinnen und Zuschauern gut an, die bei Twitter auf den Clip gestoßen waren.

„Das ist brillant“, lobte ein User, ein anderer ging sogar noch weiter: „Das ist der großartigste Beitrag in der Geschichte pakistanischer Sport-Shows.“ Aus DFB-Sicht bleibt zu hoffen, dass Naqvi die Historie deutscher WM-Erfolge 2026 um ein zusätzliches Kapitel erweitern kann. (bc)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.