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Moderator verkündet es live im TVBVB trennt sich von Sebastian Kehl

Matthias Sammer und Sebastian Kehl sitzen nebeneinander auf einer Bank.

Copyright: IMAGO/Steinbrenner

Sebastian Kehl ist nicht mehr länger bei Borussia Dortmund.

Aktualisiert

Manager-Beben in der Bundesliga! Der BVB trennt sich von Sebastian Kehl.

Im Doppelpass auf Sport1 platzte am Sonntagmorgen die Bombe!

In der TV-Sendung wurde zuvor viel über die Zukunft von Noch-FC-Trainer Lukas Kwasniok diskutiert, dann ging es plötzlich um einen ganz anderen Bundesliga-Klub.

„Ich bekomme gerade die Meldung aufs Ohr ...“

Nach einem Einspieler wurde Moderator Florian König plötzlich ernst: „Ich bekomme gerade die Meldung aufs Ohr, dass der BVB gleich die Trennung von Sebastian Kehl verkünden wird.“

Rumms! Manager-Beben in Dortmund! Denn wenige Minuten später war es soweit: Borussia Dortmund gab die Trennung vom Sportdirektor offiziell bekannt.

„Borussia Dortmund und Sebastian Kehl haben sich gemeinsam auf das Ende der Zusammenarbeit verständigt. Diese Entscheidung haben die Geschäftsführung des BVB und der bisherige Sportdirektor an diesem Sonntag einvernehmlich getroffen“, schrieb der Klub nüchtern auf seiner Website.

Die Ausführungen von Borussia Dortmunds Geschäftsführer Sport, Lars Ricken, klingen da schon deutlicher: „In einem sehr offenen Gespräch sind Sebastian Kehl, Carsten Cramer und ich zu der gemeinsamen Überzeugung gelangt, dass im Sommer der richtige Zeitpunkt für Veränderungen gekommen ist. Damit sich beide Seiten darauf vorbereiten können, haben wir uns einvernehmlich auf eine sofortige Beendigung von Sebastians Tätigkeit verständigt. Auch Sebastian und mich verbindet eine lange Geschichte. Wir haben nicht nur gemeinsam für Borussia Dortmund gespielt, sondern sind 2002 auch gemeinsam Deutscher Meister geworden. Sebastian hat enorme Verdienste für unseren Verein und für sein großes Engagement sind wir ihm sehr dankbar.“

Dass es zwischen Kehl und Ricken nicht immer passte, war in der Branche schon länger ein offenes Geheimnis. Beim BVB halten sich Gerüchte über eine mögliche Verpflichtung von Frankfurts Markus Krösche hartnäckig, wobei es als unwahrscheinlich gilt, dass Eintracht-Boss Krösche unter Ricken arbeiten will.

Kehl wird zudem schon beim Hamburger SV gehandelt. Dort könnte er auf den kürzlich entlassenen Stefan Kuntz folgen. Sein Aus in Dortmund kommentierte er in der gemeinsamen Pressemitteilung so: „Borussia Dortmund hat mich mein halbes Leben begleitet und ich habe eine extreme Verbundenheit zu diesem großartigen Klub. Trotzdem haben wir nun gemeinsam das Gefühl entwickelt, dass es an der Zeit ist, neue Wege zu gehen – sowohl für den BVB als auch für mich. Zu diesem Ergebnis sind Lars, Carsten und ich heute in einem konstruktiven Gespräch gekommen.“

„Ich habe Borussia Dortmund viel zu verdanken und bin stolz, rund 24 Jahre Teil der BVB-Familie gewesen zu sein. In dieser Zeit habe ich so viele unglaubliche Erfolge mit dem Verein, seinen Mitarbeitern und seinen fantastischen Fans feiern dürfen und es wird mich für immer stolz machen, Teil der Vereinshistorie zu sein. Das Feld hier ist bestellt, ich wünsche dem Verein bei seiner Neuausrichtung nur das Allerbeste und weiterhin die größtmöglichen Erfolge. Borussia Dortmund, das unglaubliche Stadion und die Südtribüne werden immer einen festen Platz in meinem Herzen haben. Es war mir eine Ehre“, ergänzte Kehl.

Als Spieler trug Kehl 13 Jahre lang das Trikot der Schwarz-Gelben und gewann mit Borussia Dortmund nicht nur drei Deutsche Meisterschaften, sondern auch das erste Double der Vereinsgeschichte aus Meisterschale und DFB-Pokal 2012. 

Niko Kovac gestikuliert an der Seitenlinie.

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