Nach Final-Fehlschuss BVB-Star Sancho reagiert auf Hass-Attacken im Netz

Jadon Sancho hält sich nach seinem verschossenen Elfmeter im EM-Finale zwischen England und Italien am 11. Juli die Hände vors Gesicht.

Jadon Sancho hält sich nach seinem verschossenen Elfmeter im EM-Finale zwischen England und Italien am 11. Juli die Hände vors Gesicht.

Auch Jadon Sancho wurde nach seinem verschossenen Elfmeter im EM-Finale zwischen England und Italien rassistisch angefeindet. Jetzt äußert sich der BVB-Star erstmals.

Dortmund/London. Seine beste Zeit als Fußballer hat Mega-Talent Jadon Sancho (21) von Borussia Dortmund wohl noch vor sich, die größte Enttäuschung seiner Laufbahn könnte dagegen bereits hinter dem Offensivstar liegen.

Im EM-Finale zwischen England und Italien verschoss der kurz zuvor eingewechselte Flügelstürmer im Elfmeterschießen. Wenige Augenblicke später feierte Italien den EM-Titel.

Das Mutterland des Fußballs war dagegen einmal mehr am Boden zerstört – und ergoss sich teilweise in Hass und Hetze gegen die drei jungen Fehlschützen Sancho, Marcus Rashford (23) und Bukayo Saka (19).

Jadon Sancho wehrt sich gegen Hass nach Fehlschuss im EM-Finale

Nachdem sich mit Rashford einer der beiden Leidensgenossen bereits emotional bei Instagram zu Wort gemeldet hatte, zog Sancho am Mittwoch (14. Juli) nach. Dabei prangerte er auch die rassistischen Beleidigungen an, denen sich das Trio im Nachgang des Spiels ausgesetzt sah.

„Ich werde nicht so tun, dass ich den Rassismus gegen mich und meine Brüder Marcus Rashford und Bukayo Saka nicht gesehen habe", schrieb Sancho, dessen bereits vereinbarter Wechsel von Borussia Dortmund zu Manchester United in den kommenden Tagen auch offiziell verkündet werden soll.

Jadon Sancho fordert Konsequenzen für rassistische Beleidigungen

„Traurigerweise ist das nichts Neues. Wir müssen als Gesellschaft besser werden und diese Menschen zur Verantwortung ziehen“, betonte das scheidende BVB-Talent: „Hass wird niemals siegen.“

Er sei immer noch von gemischten Emotionen durchgeschüttelt. „Das ist mit Abstand das schlimmste Gefühl in meiner Karriere“, gab Sancho zu.

Ähnlich hatte sich zuvor auch Rashford geäußert. „Ich werde mich niemals dafür entschuldigen, wer ich bin und wo ich herkomme“, erklärte der Angreifer von Manchester United, der sich in einem weiteren Post außerdem für die gewaltige Solidarität bedankte.

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