„Wusste es im Vorfeld nicht“Boateng & Müller mit Tor-Grüßen an Löw – der stellt sich

Boateng-Jubel-Hoffe

Jerome Boateng zelebriert seinen Treffer gegen Hoffenheim zusammen mit David Alaba.

München – Sie marschieren unaufhaltsam Richtung 31. Meisterschaft. Der Auftritt des FC Bayern beim 4:1 gegen die TSG Hoffenheim war schon ziemlich souverän, auch wenn die Gastgeber im Vorfeld so einige Probleme mit in die Partie schleppten.

  • FC Bayern schlägt TSG Hoffenheim
  • Bundestrainer Joachim Löw Tribünen-Gast in München
  • Jerome Boateng und Thomas Müller mit Ausrufezeichen

Vor der Partie waren die Sorgen bei den Münchnern noch groß. Leon Goretzka (25, wurde durch Marc Roca ersetzt) und Javi Martinez (32) fehlten wegen ihrer Corona-Infektion. Dazu noch der Tattoo-Wirbel um Corentin Tolisso (26) mit saftiger Strafe durch die Vereinsführung.

Joachim Löw sieht zwei Tore seiner Weltmeister

Doch nach dem Anpfiff wurden am Samstag (30. Januar) auf dem Platz die Ausrufezeichen gesetzt. Und da vor allem von zwei ausgemusterten Nationalspielern. Vor den Augen von Tribünen-Adler Joachim Löw (60) gingen die ersten Treffer auf das Konto von Jerome Boateng (32.) und Thomas Müller (43.).

Alles zum Thema Joachim Löw

Löw-Bayern

Joachim Löw unterhielt sich beim Spiel gegen Hoffenheim Ende Januar auf der Tribüne mit Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

Müller hat nun schon 19 Scorerpunkte auf dem Konto. Dass Löw zuschaute, war ihm im Vorfeld gar nicht bewusst. „Ich habe es erst nach der Partie erfahren. Bayern gegen Hoffenheim ist ja nicht gerade ein Top-Spiel.“ Seine gute Leistung wollte er auch nicht dem Tribünen-Adler zuschreiben. „Das hat mit mir nichts zu tun gehabt. Die letzten Spiele waren auch ganz gut, da war der Bundestrainer nicht im Stadion.“

Löw selbst wollte sich nicht weiter zum Thema Müller äußern. „Da gibt es nichts zu sagen – jetzt!“, erklärte er nach dem Spiel gegenüber der „Bild“.

Robert Lewandowski mit dem 24. Saisontreffer

Nur 73 Sekunden nach dem 2:0 nutzte Andrej Kramaric eine Unachtsamkeit der Münchner zum Anschlusstreffer aus (44.). Doch einmal mehr war auf Weltfußballer Robert Lewandowski Verlass: Mit seinem 24. (!) Saisontor gelang ihm das 3:1 (57.). Serge Gnabry (63.) sorgte für klare Verhältnisse und beendete seine Tor-Flaute nach 801 Minuten. Mit nun 57 Treffern nach 19 Spielen hat der Rekordmeister einen neuen Vereinsrekord aufgestellt.

„Bei vier Siegen aus vier Spielen würde ich sagen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Müller. Löw war übrigens auch in der Allianz-Arena, um die Nationalmannschafts-Chancen vom Deutsch-Engländer Jamal Musiala zu besprechen. Das Juwel kam erst in der 70. Minute in die Partie. (msw)