Als letzter Bundesligist Hertha BSC wacht auf und plant Novum für die Spielzeit 2023/24

Der neugewählte Präsident des Sportclubs Hertha BSC, Kay Bernstein, steht bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Fußballvereins Hertha BSC vor den Mitgliedern.

Kay Bernstein, Präsident von Hertha BSC, am 26. Juni 2022.

Frauen-Fußball ist auf dem Vormarsch, das hat nicht zuletzt die zurückliegende EM bewiesen. In Zukunft will auch Hauptstadt-Klub Hertha BSC ein Frauen-Team an den Start bringen.

Der erste Spieltag der Frauen-Bundesliga steht ab dem 16. September 2022 an. Zum Auftakt treffen die Teams von Eintracht Frankfurt und Bayern München aufeinander.

In den Tagen darauf greifen dann auch die Spielerinnen des VfL Wolfsburg, des 1. FC Köln, von der TSG Hoffenheim oder dem SC Freiburg, Bayer Leverkusen und Werder Bremen ins Geschehen ein.

Frauen-Fußball: Hertha BSC will langfristig einsteigen 

17 Klubs, die in der Bundesliga mit einer Männermannschaft vertreten sind, haben auch ein Frauen-Team. Aber nicht alle Frauen-Mannschaften der deutschen Top-Klubs agieren auch in der Bundesliga. Dort gesellen sich noch Mannschaften des SV Meppen, des 1. FCC Turbine Potsdam, des MSV Duisburg oder der SGS Essen hinzu.

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Ein Frauen-Team aus der Hauptstadt Berlin sucht man in der Bundesliga allerdings vergeblich. Union Berlin ist in der Regionalliga Nordost vertreten. Hertha BSC hat als letzter der 18 Bundesligisten derweil immer noch keine Damenmannschaft im Verein.

Das soll sich nun schnell ändern. „Ja, das stimmt. Dieses Thema steht in der nächsten Präsidiumssitzung Anfang September auf der Tagesordnung“, bestätigt Klubpräsident Kay Bernstein (41) der „Bild“.

Ein entsprechender Antrag soll den Mitgliedern auf der kommenden Versammlung im November 2022 dann präsentiert werden. Kaum einer zweifelt daran, dass solch ein Antrag abgelehnt wird.

In dem Antragsentwurf steht unter anderem: „Fußball ist ein Sport für alle Menschen. Hertha BSC ist ein Verein für alle Menschen. Wir wollen Frauen/Mädchen in unserem Verein fußballerisch ausbilden und für andere Aufgaben qualifizieren. Ein Frauen-Team soll kein Selbstzweck sein und nicht zur Eintagsfliege werden.“

Doch bis die Frauen im Hertha-Trikot gegen den Ball treten, kann es noch eine Weile dauern. Frühestens in der Saison 2023/24 könnte eine Frauenmannschaft am Spielbetrieb teilnehmen. Derzeit kooperiert die Hertha mit dem Bundesligisten Turbine Potsdam, die Vereinbarung endet im Sommer 2023. (ubo, sid)

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