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Partie lange unterbrochenFC schnuppert an der Bayern-Sensation

Aktualisiert

Der 1. FC Köln traf am Mittwochabend auf Rekordmeister FC Bayern München – es wurde ein packender Abend im Rhein-Energie-Stadion.

Nur drei von 21 möglichen Punkten konnte der 1. FC Köln in den letzten sieben Spielen sammeln. Entsprechend angespannt war die Lage vor dem Spiel gegen den FC Bayern München am Mittwochabend (14. Januar 2026). Es kam kein Punkt beim 1:3 dazu.

Die Hinrunde beendet der FC also mit 17 Zählern, 14 davon gab es schon nach neun Spieltagen. Doch gegen Bayern lieferten die Kölner eine starke Partie ab. Nach Querelen, Knatsch und teaminternen Verstimmungen zwischen Trainer Lukas Kwasniok (44) und Teilen der Mannschaft hatte es im Vorfeld einen Schulterschluss gegeben. 

1. FC Köln: El Mala in der Startelf gegen Bayern München

Gerade in der Englischen Woche mit drei Spielen in acht Tagen galt es, die volle Konzentration aufs Sportliche zu legen. Das gelang gegen die Übermannschaft der Bayern phasenweise richtig gut.

Bis zur 70. Minute lag die Überraschung in der Luft. Im Pokal hatte Köln beim 1:4 gegen die Bayern nur gut 30 Minuten mitgehalten, diesmal war es über weite Strecken eine offene Partie. Doch dann schlugen die Bayern gnadenlos zu.

Kwasniok hatte im Vergleich zum 2:2 in Heidenheim vier Änderungen in der Startelf vorgenommen. Eric Martel fehlte gelbgesperrt, er wurde durch Cenk Özkacar ersetzt. Außerdem saßen Alessio Castro-Montes, Fynn Schenten und Denis Huseinbasic vorerst auf der Bank. Für sie begannen Kristoffer Lund, Said El Mala und Linton Maina. Die zuletzt aussortierten Luca Waldschmidt und Florian Kainz waren wieder im Kader.

Die erste dicke Chance hatte dann auch El Mala, der nach drei Minuten an Manuel Neuer scheiterte. Dann war erstmal nichts mit Fußball, Schiedsrichter Patrick Ittrich (Hamburg) unterbrach die Partie nach einer Pyro-Show der Köln-Ultras. Satte neun Minuten dauerte es, bis der Nebel angezogen war.

FC-Keeper Schwäbe parierte dann einen Gnabry-Schuss, sorgte wenig später bei einem Rückpass von Simpson-Pusey für kollektives Luftanhalten. Er erwischte den Ball nicht, der beinahe ins Tor kullerte. Von den Bayern, zuletzt noch beim 8:1 gegen Wolfsburg in Ballerlaune, kam nicht viel. Schwäbe musste nur gegen Ito retten.

In der 41. Minute staunten dann alle: Linton Maina rannte fast über den ganzen Platz aufs Tor zu, rechts strömte Kaminski, links Ache aus, doch er semmelte die Kugel selbst ins Tor. Beim mittig platzierten Schuss sah Manuel Neuer ganz alt aus. Tollhaus Müngersdorf!

Köln am Drücker, zweikampfstark, aggressiv und bissig. Doch die Bayern blieben eiskalt. Als Lund vorn eine vielversprechende Chance aufs 2:0 hatte, schnappte sich Neuer den Ball und es ging schnell.

Der FC stand hinten links blank, El Mala schaltete zu spät, verlor den Zweikampf gegen Olise. Dessen Hereingabe konnte Gnabry irgendwie im Tor unterbringen. 1:1 nach 45+5 Minuten. So ging es nach elf Minuten Nachspielzeit auch in die Kabine.

Bayern spielen nach der Pause ihre Klasse aus

Auch in der zweiten Hälfte war kein Klassenunterschied zu erkennen. Köln blieb gefährlich, Kaminski scheiterte zweimal. Die Bayern versuchten zwar häufiger, aufs FC-Tor zu schießen, doch die Kölner blockten fast alles weg. Von den Rängen war die Unterstützung gigantisch, die Stimmung überragend!

Doch Bayern ist eben Bayern und die Kölner haben ihre ausgewachsene Standard-Schwäche. Nach einem kurzen Eckball köpfte Ito von der Grundlinie in den Fünfer auf Kim, der locker einnetzte: 1:2 nach 71 Minuten.

Bei den Bayern war mittlerweile auch Youngster Lennart Karl (17) in der Partie, Kwasniok brachte seinen jungen Wilden, Fynn Schenten (18). Wenig später kamen dann Bülter, Waldschmidt und Johannesson (für El Mala, Ache und Lund).  

Die Kölner Wechsel brachten keinen Torerfolg, dagegen erhöhte Karl auf 3:1 (84.). Beim FC kam auch noch Stürmer Youssoupha Niang für Jan Thielmann aufs Feld.

Auch wenn die Bayern als Sieger vom Platz gingen, wurde die FC-Mannschaft nach diesem mutigen Auftritt von den eigenen Fans gefeiert. Am Samstag kommt Mainz nach Köln – tritt die Kwasniok-Truppe ähnlich engagiert auf, sollte sie sich endlich wieder mit einem Sieg belohnen!

So startete der FC gegen Bayern München: Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Özkacar – Thielmann, Kaminski, Krauß, Lund – Maina, El Mala – Ache