Der 1. FC Köln steckt in der Krise. Die Niederlage in Augsburg verschärft die Lage im Abstiegskampf.
Absturzgefahr beim FCAm Geißbockheim schrillen die Alarmglocken
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Beim 1. FC Köln schrillen nach dem 0:2 in Augsburg die Alarmglocken. Gegen eine Mannschaft auf Augenhöhe hatte man sich mehr erhofft. Doch Augsburg zieht in der Tabelle davon und am Geißbockheim fürchtet man das Abstiegsgespenst.
Die Zahlen sind alarmierend: Nur ein Punkt aus den letzten vier Spielen, in den vergangenen 15 Spielen gab es nur zwei Siege! Köln in akuter Absturzgefahr!
„Nur deshalb stehen wir über dem Strich“
Was auffällt: Konkurrenten wie Augsburg haben einen Weg gefunden, um zu punkten. Der FC dagegen spielt gut mit, steht aber fast immer mit leeren Händen da. Da ist die Gefahr groß, dass man sich in die eigene Tasche lügt – und am Ende zu den Absteigern gehört. Hatte Augsburg Anfang Dezember 2025 noch fünf Punkte Rückstand auf den FC, sind es Ende Februar 2026 sieben Punkte Vorsprung!
Die FC-Spieler und Trainer Lukas Kwasniok wollen sich jedenfalls nicht blenden lassen von passablen Auftritten, sie wissen, was die Stunde geschlagen hat.
Kapitän Marvin Schwäbe sagt: „Wir müssen analysieren, weiter hart arbeiten und es besser machen.“ Kwasniok fühlt sich laut eigener Aussage in der entscheidenden Saisonphase am wohlsten, weil er die Herausforderung liebt.
Doch er gesteht auch ein, dass die Situation „herausfordernd“ ist: „Ich war mir aber darüber im Klaren, dass es nur um den Klassenerhalt geht. Zu Beginn der Saison haben wir überperformt. Nur deshalb stehen wir über dem Strich. Jetzt haben wir ein wichtiges Spiel verloren und sind bedient.“ Köln ist nach 24 Spieltagen mit 24 Punkten noch Zwölfter, doch die Konkurrenz kann vorbeiziehen oder aufschließen.
Kwasniok sagt: „Wir laufen nicht mit verschlossenen Augen durch die Welt. Wir haben die Augen schon offen und wissen, dass wir Spiele gewinnen müssen. Aber diese Überzeugung habe ich.“
Er nennt sogar Augsburg als Beispiel: „Die haben jetzt fünf der letzten sechs Spiele gewonnen. Die standen auch anders da und kaum einer hat dran geglaubt. Aber genau das ist die Kunst: Wenn es dir mal nicht so gut geht, muss man weiterarbeiten, weiter dran glauben. Da wollen wir auch intern konsequent miteinander sprechen und dann mit Leistung überzeugen!“
Schon am Samstagabend sollen Punkte her, es geht gegen Borussia Dortmund (7. März, 18.30 Uhr). „Wir müssen uns schütteln und wollen dann unseren ersten Sieg am Samstagabend einfahren. Das Ziel ist klar: Fluch brechen!“
Bisher hat der FC alle Top-Spiele am Samstagabend in dieser Saison verloren. Mittelfeldspieler Tom Krauß findet auch deutliche Worte: „Man sieht ja, dass unten die Teams gegen die Großen auch gewinnen können. Und das müssen wir jetzt auch in den ganz entscheidenden Spielen, in den ganz entscheidenden Wochen. Die da unten schlafen nicht, die punkten. Wir haben es nicht getan und deswegen müssen wir nächste Woche auf jeden Fall liefern.“


