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„Nicht der beste Spieler“Kwasniok sicher: El Mala vertraut mir mehr als dem Hype

Für viele Experten und Fans ist klar: Said El Mala muss beim 1. FC Köln spielen. Und zwar von Anfang an. Zuletzt brachte Trainer Lukas Kwasniok sein Top-Talent aber nur von der Bank. Er hat Gründe.

Der Rekordmeister kommt. Volle Hütte in Müngersdorf. Flutlicht. Doch stehen beim 1. FC Köln die besten Spieler auf dem Rasen, wenn es losgeht?

Vor dem Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München (Mittwoch, 14. Januar 2026, 20.30 Uhr/RTL, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) ließ sich Coach Lukas Kwasniok (44) erneut nicht in die Karten schauen, was Top-Talent Said El Mala angeht. 

El Mala: Fans fordern Startelf, Kwasniok hat eigenen Plan

Der 19-Jährige stand zuletzt zweimal hintereinander nicht in der Startformation. Gut ging das nicht, gegen Union Berlin gab es eine 0:1-Niederlage, bei Abstiegskandidat Heidenheim nur ein 2:2. Immerhin: Den Punkt rettete El Mala mit seinem Ausgleichstreffer. Doch nicht wenige im Umfeld des FC kritisieren Kwasniok für seine Personalpolitik scharf.

Im bis dato wichtigsten Spiel der Saison in Heidenheim ließ der Trainer Debütant Fynn Schenten (18) von Beginn an ran. Man wird nie erfahren, wie es mit El Mala in der Startformation gelaufen wäre, aber viele glauben: besser!

In 16 Spielen ließ Kwasniok den aktuell besten und wertvollsten Kölner Spieler nur sechsmal von Beginn an ran. Das wäre bei anderen Trainern undenkbar. Aber Kwasniok hat seinen eigenen Kopf und lieferte am Dienstag Argumente und erklärte seinen Umgang mit El Mala: „Ich habe den besten Einwechselspieler der ganzen Liga zur Verfügung. Da sind wir uns hoffentlich einig. Er ist definitiv nicht der beste Spieler der Bundesliga. Das ist ein großer Unterschied.“

Kwasniok führte weiter aus: „Wir haben es gemeinsam geschafft, in erster Linie der Junge mit seiner Qualität. Ich glaube, auch der Verein, das Trainerteam und ich haben ein wenig, vielleicht fünf, vielleicht zehn Prozent dazu beigetragen, dass er jetzt nach 16 Spielen einen Marktwert von 40 Millionen Euro hat. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass nicht alles so schlecht gelaufen ist.“

Für Kwasniok ist es egal, was andere denken, auch die Startelf-Einsätze spielen für ihn keine Rolle: „Den Marktwert hat er generiert durch seine Scorer, nicht durch Startelfeinsätze. Und die Scorer generiert er nun mal zu 95 Prozent in der zweiten Halbzeit.“

Dass der FC-Coach El Mala nicht öfter von Beginn an bringt, ist nicht in Stein gemeißelt. Er will mit dem Jungstar die nächsten Schritte machen, aber behutsam: „Unser Ziel ist es, ihn immer besser zu machen. Auch von Beginn an, dass er aber trotzdem am Ende des Spiels auf dem Feld sein kann. Und in diesem Entwicklungsprozess steckt er und er nimmt ihn total an. Ich bin mit ihm, logischerweise genauso wie mit allen anderen, sehr viel in der Kommunikation. Und der Junge ist so klar im Kopf mit 19 Jahren. Trotz allem, was um ihn herum geschieht, bin ich mir relativ sicher, dass er dem Trainerteam, dem Verein und mir mehr vertraut, als dem ganzen Hype drumherum. Und das ist das Entscheidende.“ 

Ob El Mala gegen die Bayern startet, wollte Kwasniok dann aber nicht verraten: „Das werden wir dann sehen.“ So könnte der 1. FC Köln gegen Bayern München beginnen: Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Özkacar – Thielmann, Johannesson, Krauß, Castro-Montes – Kaminski, Ache, El Mala