„Sieht scheiße aus“Ausgerechnet nach Trainer-Wechsel: Schwäbe analysiert seinen Bremen-Patzer

Marvin Schwäbe im Spiel gegen Werder Bremen.

Marvin Schwäbe unterlief bei der 0:1Niederlage des 1. FC Köln gegen Werder Bremen (16.Februar 2024) der entscheidende Fehler.

Der 1. FC Köln kassierte gegen Werder Bremen die zweite Heim-Niederlage unter Timo Schultz. Marvin Schwäbe unterlief der entscheidende Fehler, was er später auch offen zugab.

von Uwe Bödeker (ubo)Jürgen Kemper (kem)

Wenn ausgerechnet der beständigste Profi patzt, wird es für den 1. FC Köln schwer mit Siegen in der Fußball-Bundesliga. Während Marvin Schwäbe seiner Mannschaft in dieser Saison bereits einige Punkte festgehalten hat, griff der Keeper bei der bitteren 0:1-Niederlage gegen Werder Bremen (16. Februar 2024) folgenschwer daneben. Der spielentscheidende Fehler!

Nach einer Flanke vom Ex-Kölner Mitchell Weiser segelte der Ball durch den Fünfer, ohne das Schwäbe zupackte. Am zweiten Pfosten sagte Bremens Njinmah danke und erzielte das Tor des Tages für die Gäste.

1. FC Köln tauschte zum zweiten Mal den Torwarttrainer

Kölns unumstrittene Nummer eins räumte hinterher ein, dass es ein klarer Torwartball war. „Ich kann definitiv hinkommen, am Ende sieht es scheiße aus, ganz klar“, sagte der Keeper selbstkritisch.

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Schwäbe hatte aber auch eine Erklärung für sein zögerliches Verhalten parat. Er sagt: „Ich wollte zum Ball, sehe dann vor mir noch einen Bremer reinlaufen. Dementsprechend wollte ich eigentlich mehr in den Block, weil ich das Gefühl hatte, dass ich keine Chance hab, wenn er an den Ball kommt und dann im leeren Raum stehe. Am Ende sieht es natürlich sehr unglücklich aus.“

Es war Schwäbes erster dicker Patzer in dieser Saison – ausgerechnet nach dem erneuten Wechsel auf der Torwarttrainer-Position. Denn mit Kersten Kuhl betreut mittlerweile der dritte Coach die Kölner Torhüter.

Nachdem man sich im Winter von Schwäbes Vertrautem Uwe Gospodarek getrennt hatte – was dem Keeper sauer aufstieß – wurde vergangene Woche auch Eberhard Trautner abgesetzt. Die Verantwortlichen waren nicht restlos überzeugt vom 57-Jährigen und beorderten ihn zurück in die U21.

Das Bäumchen-Wechsel-dich auf dieser wichtigen Position hat intern für Unruhe gesorgt und war sicherlich nicht förderlich im Abstiegskampf. Mit Kuhl soll nun zumindest bis Sommer Kontinuität reinkommen.