Zum ersten Mal überhaupt stand Max Finkgräfe in einer Bundesliga-Partie von Berginn an für Leipzig auf dem Rasen, wirkte dabei präsent und engagiert.
„Bis auf eine Szene“Leipzig-Coach schwärmt plötzlich von Ex-FC-Profi

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Zum ersten Mal überhaupt stand Max Finkgräfe in einer Bundesliga-Partie gegen den VfL Wolfsburg von Berginn an für Leipzig auf dem Rasen, wirkte dabei präsent und engagiert.
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Max Finkgräfe hat seine Chance genutzt! Beim 2:2 gegen den VfL Wolfsburg rückte der ehemalige FC-Profi endlich einmal in die Bundesliga-Startelf von RB Leipzig – und wusste dort zu überzeugen.
Der 21-Jährige kam für den gesperrten Kapitän David Raum auf die linke Abwehrseite zum Einsatz und lieferte einen zuverlässigen Auftritt ab, der seinen Trainer zufriedenstellte.
Ole Werner lobt „gute Aktionen und Hereingaben“ von Max Finkgräfe
Beachtlich: Zum ersten Mal überhaupt stand Finkgräfe in einer Bundesliga-Partie von Berginn an für Leipzig auf dem Rasen, wirkte dabei präsent und engagiert.
Ole Werner lobte den Youngster nach dem Schlusspfiff ausdrücklich. „Ich war sehr zufrieden mit Max, gerade dafür, dass es sein erster Startelfeinsatz in diesem Jahr war“, so der RB-Coach.
Defensiv sei er „bis auf eine Szene sehr stabil“ aufgetreten, im Vorwärtsgang habe er „gute Aktionen und Hereingaben“ gezeigt, beschreibt der Fußballlehrer weiter.
Spektakuläre Momente blieben zwar aus – doch Finkgräfe überzeugte mit gutem Stellungsspiel und klaren Aktionen. Werner sprach sogar von einem „absolut tollen Debüt“, ein deutliches Kompliment für den lange außen vor gebliebenen Linksverteidiger.
An der Hierarchie ändert der Abend allerdings trotzdem nichts: Sobald der gesetzte David Raum seine Sperre abgesessen hat, wird er auf die linke Seite zurückkehren. Für Finkgräfe aber war dieser Einsatz immerhin ein starkes Lebenszeichen – und der Beweis, dass er eine ernstzunehmende Alternative bleibt.
Ob sich der Wechsel von Finkgräfe vom FC zu RB Leipzig im vergangenen Sommer sportlich ausgezahlt, bleibt trotzdem völlig offen. Der 21-Jährige war für vier Millionen Euro plus Boni aus Köln gekommen, erschwerte sich damit seinen Karriere-Weg.
Der Linksverteidiger war zuvor in Köln unter Gerhard Struber (48) schon nicht immer die erste Wahl. Das Finkgräfe bei einem Bundesliga-Top-Team zunächst schweren Stand haben würde, dürfte ihm selbst bewusst gewesen sein. Jetzt durfte sich Finkgräfe endlich einmal richtig zeigen. (oke)



