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Irres Kanten-DuellAche revanchiert sich mit neuer Qualität bei Ex-FC-Profi

Jeff Chabot (VfB Stuttgart) kann Ragnar Ache  vom 1. FC Köln (r) nicht mehr an dessen Torschuss zum 1:1 hindern.

Copyright: Harry Langer/dpa

Jeff Chabot (VfB Stuttgart) kann Ragnar Ache  vom 1. FC Köln (r) nicht mehr an dessen Torschuss zum 1:1 hindern. In den Luft-Duellen hatte indes der Stuttgarter Oberwasser.

Ragnar Ache und Jeff Chabot schenkten sich in Stuttgart nichts, in den Luftduellen zog der FC-Stürmer meist den Kürzeren. Letztlich revanchierte sich Ache aber in anderer Art und Weise.

Dieser Abnutzungskampf hat Spuren hinterlassen bei Ragnar Ache.

Der Stürmer des 1. FC Köln trug ein kleines Andenken aus dem Duell der Kolosse gegen Jeff Chabot davon. Ache erlitt nach einem Zusammenprall mit dem VfB-Verteidiger einen kleinen Cut über dem linken Auge.

Ragnar Ache über Jeff Chabot: „Er braucht gar nicht hochspringen“

Die beiden Kanten schenkten sich während der 90 Minuten aber auch nichts, vor allem in den Luftduellen ging es hoch her. Dabei fand der Kölner in dieser Saison wohl erstmals seinen Meister.

Bislang hatte er in fast jedem Spiel die Lufthoheit, gegen den Ex-FC-Profi gingen allerdings einige Kopfball-Duelle verloren. „Der ist fast zwei Meter groß, er braucht gar nicht hochspringen. Es ist immer unangenehm gegen Jeff zu spielen“, sagte Ache über die intensiven Duelle.

Nur einmal in dieser Saison habe es der Angreifer in der Luft ähnlich schwer gehabt. „Der von Augsburg war auch eklig“, sagte Ache und vergaß dabei den Namen seines Gegenspielers. Er meinte wohl Chrislain Matsima, der mit seinen 1.93-Meter ein ähnliches Kopfball-Ungeheuer ist wie Ache.

Der Kölner hat bislang die zweitmeisten Kopfball-Duelle der Liga gewonnen (106) nur Unions Leopold Querfeld ist noch einen Ticken besser (109).

Doch am Samstag galt für den FC-Angreifer: Wenn es durch die Luft schwer wird, dann muss es halt über den Boden gehen. Dort revanchierte sich Ache bei Gegenspieler Chabot. Denn der Verteidiger spielte vor dem feinen Lupfer-Tor den entscheidenden Fehlpass auf Luca Waldschmidt. „Beim 1:1 sehe ich nicht gut aus, der Ball kommt zu kurz und verhungert. Das wurmt mich, denn das passiert mir nicht so oft“, sagte Chabot zur Ausgleichsszene.

Sebastian Hoeneß über FC-Stürmer Ache: „Er ist ein sehr schwer zu verteidigender Stürmer“

Nach einem feinen Pass von Waldschmidt ließ Ache noch Gegenspieler Finn Jeltsch aussteigen und überwand Nübel dann mit einem eiskalten Lupfer. Ein wunderschönes Tor, vor dem auch VfB-Trainer Sebastian Hoeneß den Hut zog. „Ache macht das sehr gut, er ist ein sehr schwer zu verteidigender Stürmer. Er bleibt ruhig und lässt Finn vorbeirutschen. Wir machen in der Szene aber auch nicht viel richtig und Jeff ist sicherlich auch dabei.“

Da bewies Ache endlich mal seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, nachdem er in den letzten Wochen auch den einen oder anderen Hochkaräter liegen gelassen hat. Dennoch war es eine mutige Entscheidung bei diesem Abschluss auf die künstlerische Variante zu setzen. Denn er verriet: „Letztes Mal im Training hat es gegen Ron nicht geklappt. Jetzt zum Glück schon.“

So richtig freuen über sein viertes Saisontor konnte er sich angesichts der zweiten Niederlage in Folge allerdings nicht.

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