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Königstransfer außen vorKwasniok entfacht Personal-Debatte

Bei der 1:3-Niederlage setzte der Trainer in seiner Startelf lieber auf Joel Schmied und Cenk Özkacar – und wechselte den Niederländer auch nicht ein.

Der eine ist der teuerste Transfer des Sommers und könnte perspektivisch zum zweitteuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte des 1. FC Köln werden, der andere ist der absolute Superstar des Teams.

Und dennoch saßen Rav van den Berg und Said El Mala beide in Stuttgart auf der Bank. Einige Fans machen sich daher jetzt schon Sorgen um die Marktwertentwicklung des Kölner Tafelsilbers.

„Zwei richtig gute Einheiten“, doch Kwasniok lässt Rav van den Berg draußen

Bei El Mala gibt es schon länger Diskussionen um die richtige Rolle für die Youngster, nun droht die nächste Personal-Kontroverse. Denn 8-Millionen-Mann van den Berg kommt nicht richtig in Tritt, auch weil Kwasniok ihn nicht lässt.

Bei der 1:3-Niederlage setzte der Trainer lieber auf Joel Schmied und Cenk Özkacar und wechselte den Niederländer auch nicht ein, als er beide Innenverteidiger in der 72. Minute auswechselte. Kwasniok spielte das Spiel lieber ohne gelernten Innenverteidiger zu Ende, statt van den Berg zu bringen.

Damit kam er nun zweimal hintereinander gar nicht zum Einsatz, davor gegen Wolfsburg nur mickrige vier Minuten. Dabei ist der U21-Nationalspieler topfit und bereit. Das bestätigt sogar Kwasniok, der ihm unter der Woche sogar „zwei richtig gute Einheiten“ attestiert hat.

Doch trotz des Lobes hängt der Königstransfer weiter in der Warteschleife. Kwasniok erklärt: „Es gilt dranzubleiben. Joel hat nach seiner Verletzung einen sehr guten Eindruck gemacht. Er hat eine unglaubliche Power und wir wollten dem VfB von Beginn an mit Eins-gegen-eins-Duellen über das Feld treiben. Dafür braucht man die physisch beste Mannschaft. Joel hat Vorteil, in den direkten Duellen, weil er die Tiefe sichern kann.“

Die Situation für van den Berg wird in den kommenden Wochen nicht einfacher. Denn die Rückkehr von Dominique Heintz und Jahmai Simpson-Pusey ist absehbar. Spätestens dann herrscht richtig dichtes Gedränge in der letzten Kette.

Da muss sich van den Berg gewaltig strecken. Denn eins ist klar: Mit der bisherigen Bilanz von lediglich 592 Minuten und sechs Startelf-Einsätzen ist nicht nur der FC unzufrieden, sondern auch der ehrgeizige Niederländer, der eines Tages den Sprung in die Premier League schaffen will.

Lukas Kwasniok gibt am Spielfeldrand Anweisungen.

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