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Pleite vor GerichtTippgeber für FC-Star El Mala geht komplett leer aus

Said El Mala zeigt in eine Richtung, Kristoffer Lund umarmt ihn.

Copyright: Tom Weller/dpa

Said El Mala erzielte in seiner ersten Bundesliga-Saison 13 Tore.

Sein Hinweis auf ein FC-Talent bringt ihm finanziell nichts ein. Die Hoffnung auf eine Prämie von 40.000 Euro hat sich zerschlagen.

Der juristische Weg vor das Landgericht in Köln brachte für Ex-Fußballer Abdenour Amachaibou kein positives Ergebnis.

Seine Erwartung einer hohen Belohnung für den Hinweis, welcher den Transfer von Said El Mala zum 1. FC Köln einleitete, wurde enttäuscht. Anstelle der verlangten Summe von etwa 40.000 Euro steht er jetzt mit leeren Händen da.

Ehemaliger Profi verlangte circa 40.000 Euro

Seine Klage gegen Viktoria Köln scheiterte. Die unmissverständliche Argumentation der Richter: Ein rechtsgültiger Vertrag zwischen den Beteiligten existierte einfach nicht. Auch falls eine spezifische Unterhaltung stattgefunden haben mag, besaß der Repräsentant von Viktoria Köln nicht die Befugnis, um einen derartigen Transferauftrag zu vergeben. Das berichtet „WDR“.

Die Verhandlung im April dauerte drei Stunden vor dem Landgericht in Köln. Zum Wechsel von Said El Mala wurden diverse Zeugen angehört. Hierbei bestätigte sich die Kernaussage des Klägers: Er habe dem 1. FC Köln den maßgeblichen Tipp geliefert, welcher letztendlich zur Vertragsunterzeichnung mit dem Talent führte.

Christian Keller, der ehemalige Sport-Geschäftsführer des FC, bekräftigte als Zeuge, dass ein Anruf von Amachaibou einging, in dem dieser begeistert von Said El Mala berichtete. „Der kann auf jeden Fall in der Bundesliga spielen“, lautete seine Aussage. Daraufhin handelte Keller und beauftragte seine Talentspäher mit der Beobachtung des Spielers. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte nur wenige Monate danach.

Dieser Transfer erwies sich als goldrichtig. Gemeinsam mit seinem Bruder wechselte Said El Mala von Viktoria Köln zum 1. FC Köln. Dort reifte er zu einem herausragenden Spieler und Goalgetter. In der laufenden Spielzeit erzielte er für den FC 13 Treffer – eine Statistik, welche die gescheiterte Vereinbarung für den Hinweisgeber umso schmerzlicher erscheinen lässt.

Vor Gericht gab der Kläger an, den Auftrag erhalten zu haben, Said El Mala beim FC zu empfehlen. „Bring den mal zum FC“, habe Stephan Küsters, der damalige sportliche Leiter von Viktoria Köln, im Frühling 2024 in seinem Büro geäußert.

Vor Gericht erinnerte sich Küsters zwar an eine Unterhaltung bezüglich El Mala, jedoch bestritt er, einen eindeutigen Auftrag formuliert zu haben. Selbst wiederholte Vorschläge des Richters, eine gütliche Einigung zu finden, wurden von beiden Seiten zurückgewiesen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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