In der Regionalliga West konnte Mike Wunderlich den Wuppertaler SV nicht vor dem Abstieg retten. Jetzt winkt dem Ex-Profi dennoch der nächste große Schritt als Trainer.
„Bin sportlich gescheitert“2. Liga ruft: Trainer-Job trotz Abstieg für Mike Wunderlich?

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Mike Wunderlich ist mit dem Wuppertaler SV in die Oberliga abgestiegen.

Mike Wunderlich (40) steht in seiner noch jungen Trainer-Karriere vor dem nächsten großen Sprung auf der Karriereleiter! Nachdem die Vereins-Ikone von Viktoria Köln beim Wuppertaler SV in der Regionalliga West krachend gescheitert ist, winkt jetzt ein Job in der 2. Bundesliga.
Zu Jahresbeginn hatte der Ex-Profi den früheren Bundesligisten im Tabellenkeller der Regionalliga West übernommen, der desaströse Punkteschnitt v0n 0,56 reichte am Ende aber nicht für die Rettung.
Mike Wunderlich von Ex-Klub umworben
Wunderlich feierte in 16 Spielen nur einen einzigen Sieg. Den Absturz in die Oberliga konnte er nicht verhindern, obwohl es in dieser Saison nur zwei sportliche Absteiger gab. Er hatte die Mannschaft auf Platz 15 übernommen, lief mit dem WSV am vergangenen Wochenende auf Rang 17 ins Ziel ein.
Am Montag machten die Wuppertaler die Trennung zum Saisonende offiziell, kurz danach kursierten bereits die ersten Gerüchte über die nächste Herausforderung für Wunderlich: Er soll beim 1. FC Kaiserslautern als Co-Trainer anheuern.
Auf dem Betzenberg hatte er bereits als Profi gespielt, von 2021 bis Ende 2023 war der offensive Mittelfeldspieler Stammkraft und Leistungsträger, steuerte 20 Scorerpunkte in 56 Pflichtspielen bei und feierte den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dort soll er nun laut „Reviersport“ Teil des Trainerstabs von Torsten Lieberknecht (52) werden.
Die Entwicklung für Wunderlich wäre rasant: Bis Ende vergangenen Jahres stand er noch beim Ahrweiler BC in der sechstklassigen Rheinlandliga an der Seitenlinie. Nach einem halben Jahr in der Regionalliga West geht es nun erneut zwei Ligen hoch – wenn auch diesmal nicht als Chefcoach.
Wunderlich ist bisher nicht im Besitz der für den Profifußball notwendigen A-Lizenz, strebt diese aber schnellstmöglich an. Als Assistent beim FCK würde er gleichzeitig wertvolle Erfahrungen auf hohem Niveau sammeln.
„Was ich in Zukunft machen werde, weiß ich noch nicht“, sagte Wunderlich gegenüber „Reviersport“ und ließ sich nicht in die Karten gucken. Über die Zeit in Wuppertal erklärte er: „Ich muss natürlich auch ehrlich sein und sagen, dass ich sportlich gescheitert bin. Nichtsdestotrotz werden mich diese sechs Monate als Mensch und Trainer weiterbringen.“

